2. Theoriethema
Vita est peregrinatio(Das ganze Leben ist eine Pilgerreise)
Ein Vergleich der reformatorischen Sicht der Pilgerreise und der heutigen Lebenseinstellung der lebenslangen Weiterbildung.
Der Mensch ist seit der Humanisierung ständig in körperlicher und geistiger Bewegung. Die Frage nach dem Sinn des Seins beschäftigt ihn seit jeher und die Suche nach Antworten treibt ihn an. Das religiöse Replik variiert entsprechend den temporären Trends und dem Wissensstand aktueller Zeitepochen. Während unsere steinzeitlichen Vorfahren den wahrhaftigen Affen anbeten, erschaffen wir in der Neuzeit den Affen als Affen und akzeptieren so die Evolution als aktuelle Wahrheit. Mit dem Beginn der Neuzeit zieht die ratio in den Affenschädel ein und verändert seine (und unsere) Denkweise. Mit dem Ende des Mittelalters und dem Übergang in ein Zeitalter des Absolutismus und Realismus, vollzieht sich ein Wandel, durch welchen nicht mehr der Antwort aus Gottes Mund gelauscht wird, sondern stattdessen jener, die realistischer und zeitlich angepasster zu sein scheint: Die eigene Antwort.
Der einzig wahre Lebensinhalt des Strebens zu Gott wandelt sich als heutige Religionsform zu einem Streben der multiplen Wahrheitssuche als Generierung variabler Informationen.
Mit dem zweiten Arbeit des Theorieteils möchte ich dazu beitragen die Hintergründe dieses Wandels zu erkennen und durch deren Herausarbeitung dazu anzuregen einer neuen und wahrhaftigen Religion zu horchen, die in dieser Arbeit als Neoreligion vorgestellt wird.
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