Buddhismus (grundsätzliches)
Januar 31st, 2007 by Felix Hardmood BeckFolgender Text ist (gekürzt) aus folgender Webseite entnommen
und von mir mit Anmerkungen, Grafiken, Bildern und Querverweisen versehen worden:
Der lehrende Buddha Shakyamuni – Mitbegründer des Buddhismus (China, 12. Jahrhundert); Bildquelle: Wikipedia / höhere Bildauflösung
(…) Das Gebiet des Buddhismus erstreckt sich auf die ganze Welt. Länder wie Indien, Sri Lanka, Birma, Thailand, Nepal, Bhutan und Sikkhim (Lage ???) zählen zu den Ländern, in denen der Buddhismus am meisten praktiziert wird. Von dort aus wurde er über die Seidenstraße (siehe auch Bild weiter unten) nach China, in die Mongolei, nach Korea und Japan gebracht. Der Buddhismus ist auch nach Vietnam, Laos, Kambodscha, Indonesien und seit neuestem auch in die U.S.A., nach Europa, Australien und Neuseeland verpflanzt worden. Die Gesamtzahl der Buddhisten wird auf 500 Millionen geschätzt (Quelle: Lexikon religion v. Prof. Dr. Hartwig Weber).
Verlauf der Seidenstraße im Mittelalter; Bildquelle: Wikipedia / höhere Bildauflösung
Ausgehend vom Wirken des historischen Buddha entwickelte sich der Buddhismus zu einer Weltreligion mit einer nunmehr zweieinhalbtausendjährigen ungebrochenen Überlieferung. Sie wendet sich an alle suchenden Menschen, unabhängig von Rasse und Nation, sozialer Herkunft und Geschlecht. (…) Die sogenannten ‘Vier Edlen Wahrheiten‘ bilden ihren Kern. Die wesentlichen Merkmale und Übungen dieses spirituellen Weges sind ethisches Verhalten, Meditation und tiefe Einsicht. Dabei stellt die Lehre des Buddha den Menschen immer in seine eigene Verantwortung. Sie zeichnet sich zudem durch Toleranz und Dialogbereitschaft, Dogmenfreiheit und Gewaltlosigkeit aus. Einen Anspruch auf allein gültige Wahrheiten erhebt sie nicht. Mit der Zeit entwickelte sich der Buddhismus – wahrscheinlich die friedliebendste der Religionen – in verschiedene Schulen, die ihre eigenen Traditionen hervorbrachten. In Sri Lanka, Birma und Thailand wird die Haupttradition Therawada (?) genannt – der Weg der Theras, der älteren Mönche oder Ältesten. Therawada hat einen konservativen Ansatz und glaubt, daß seine Tradition die frühesten und echtesten buddhistischen Vorstellungen und Bräuche widerspiegelt. Diese Form des Buddhismus wird wegen ihrer Schrift, der Pali-Schrift, in der die angeblichen tatsächlichen Wörter von Siddharta im Pali-Kanon geschrieben sind, auch Pali-Buddhismus oder südlicher Buddhismus genannt. Der andere Hauptteil des Buddhismus ist Mahajana – das bedeutet “großer Weg” oder “großes Fahrzeug”. Seine Schriften entstanden in Sanskrit, so daß diese Form des Buddhismus Sanskrit – Buddhismus genannt wird. Mahajana (?) umfaßt auch den tibetischen Buddhismus, dessen Führer, der Dalai-Lama, eine im Westen bekannte Figur ist (siehe auch weiter unten).
Im Buddhismus gibt es drei Hauptgesichtspunkte – die drei Juwelen, die eine Grundlage für Handeln und Glauben bilden. Das erste Juwel ist der Buddha, der nach Jahren der Suche die Erleuchtung fand, den er von da an anderen lehrte. Das zweite ist das Dharma, die Lehre oder Wahrheit darüber, wie Dinge sind. Das letzte Juwel ist die Sangha, die Gemeinschaft von Mönchen, Nonnen und Laien, die die Lehre leben und anderen dabei helfen. Die Sangha ist wichtig, weil ihre Mitglieder die buddhistische Lehre bewahren und ihren Fortbestand sichern. Die drei Juwelen werden auch die drei Zuflüchte genannt. Um Buddhist zu werden, sucht ein Mensch “Zuflucht” und zeigt, daß er zur Erlösung von den Leiden von den Juwelen abhängt. Dies Geschieht in einer öffentlichen oder privaten Zeremonie, in der die folgende Formel dreimal wiederholt wird: “Ich suche Zuflucht beim Buddha; ich suche Zuflucht beim Dharma; ich suche Zuflucht beim Sangha.”
Buddhisten sind zuallererst an der Wahrheit darüber, wie die Dinge sind, interessiert. Das Dharma, auch “Lehre” oder “Gesetz des Lebens”, ist das, was der Buddha bei seiner Erleuchtung entdeckte. Buddhisten verwenden für den Zustand des ständigen Wandels und Todes, der das Dasein kennzeichnet, den Begriff Samsara. Es hat drei Eigenschaften: Das Leiden (Dukkha), Unbeständigkeit (Anitja) und das Fehlen einer den Tod überlebenden ewigen Seele (Anatman).
Das Ziel der Buddhisten ist es, selbstlos zu leben und Samsarsa zu verstehen. Das letztere wird oft mit einem Haus verglichen, in dem die Feuer von Haß, Gier und Unwissenheit brennen. Wenn diese Feuer sich legen und gelöscht sind, ist Nirwana da.
Der Weg zum Nirwana schließt Entsagung ein – hauptsächlich eine innere Abwendung von falschen Ideen und aller Gier, allem Haß und aller Unwissenheit.
Die Wege zum Nirwana sind in zwei deutliche Gruppen unterschieden: Weltentsager (das sind Mönche und Nonnen) und “Haushaltende”, also Laien. Zusammen bilden sie die vorher genannte Sangha.
Mönche folgen einem strengen Lebensstil, der das Zölibat, den Besitz nur weniger elementarer Dinge und die völlige Abhängigkeit von Laien für ein tägliches Mahl, Obdach und Kleidung umfaßt. Sie tragen safrangelbe, kastanienbraune oder schwarze Gewänder und am Gürtel die sieben Teile der Grundausstattung: eine Almosenschale, ein Gürtel, ein Rasiermesser, eine Nadel, ein Filter, um lebende Organismen vor dem Trinken aus dem Wasser zu sieben, ein Stock und einen Zahnstocher. Mönche meditieren, lernen und leben den in den buddhistischen Ländern so geachteten selbstlosen und weisen Lebensstil. Als Gegenleistung für das von Laien Empfangene geben die Mönche etwas, was sie für ein größeres Geschenk halten: das Dharma. Laien versuchen, ein moralisches Leben zu führen, gegründet auf fünf Prinzipien: keinem Lebewesen zu schaden, nichts zu nehmen, was nicht gegeben wird, die Körpersinne nicht zu mißbrauchen, von falscher Rede abzusehen sowie sich von den Geist benebelnden Getränken und Drogen fernzuhalten. Sie erweisen Buddha Achtung, in dem sie Opfergaben von Blumen, Weihrauch und Licht vor seine Bilder legen.
Der Titel “Buddha” (bed. Erleuchteter oder Erwachter) und bezieht sich meist auf Gautama Buddha, einem indischen Prinzen, der nach der Überlieferung von 566 bis 486 v. Chr. in Nordostindien lebte. Buddhisten glauben, das es vor Gautama auch andere Buddhas gab und zumindest einer noch kommen wird (Anmerkung: eine sichtbare Parallele zum Islam: Mohammed sah sich auch in der Nachfolge von Propheten (Vorgänger u.a. Jesus), jedoch gilt er als letzter Prophet (sog. “Siegel der Propheten)). Gautamas Eltern waren lokale Herrscher in einem kleinem Königreich im Gangestal (heutiges Grenzgebiet zwischen Indien und Nepal). In der Nacht seiner Empfängnis sah seine Mutter – Königin Maja – einen weißen Elefanten – das Zeichen für ein außergewöhnliches Wesen (Wunderzeichen) – in ihren Schoß eingehen. Seine Mutter starb kurz nach seiner Geburt, und er wuchs bei seiner Tante auf. Als er älter wurde, heiratete Gautama die Prinzessin Jasodhara (?), mit der er einen Sohn namens Rahula hatte. Doch obwohl er ein glückliches Leben hatte, wurde Gautama unruhig und beschloß, gegen den Wille seines Vaters aus dem Palast zu kommen. Dort sah er einen Kranken, eine Leiche, einen alten Mann und einen umherziehenden Heiligen. Diese 4 Zeichen veranlaßten Gautama, um über die Bedeutung der Suche nach dem Sinn des Lebens nachzudenken. Mit 29 Jahren verließ er seine Familie und begann sein heimatloses Leben zu führen – ein Geschehnis, das als die große Entsagung bekannt ist. 6 Jahre nach seiner Entsagung kam Gautama an einen heiligen Baum und entschloß sich, so lange zu meditieren, bis er die Antwort auf sein Suchen gefunden hatte. Dort erlangte er die Erleuchtung. Von da an lehrte er seine zahlreichen Anhänger, bis er im Alter von 80 Jahren (wahrscheinlich etwa 386 v.Chr.) in Kusinara (bekannter buddh. Wallfahrtsort) friedlichen Todes ins Parinirwana, das letzte Nirwana, einging. Mit seinen Aschen- und Knochenresten begann der buddhistische Reliquienkult.
(…)
“Dem Geborenen ist der Tod gewiß, gewiß ist die Geburt dem Sterbenden”, (Bhagavadgita II, 27)
Aus diesem unheilvollen Lauf der Wiedergeburten suchten viele den Ausweg; Buddha fand ihn; er fand das Unsterbliche. Er vertröstete nicht auf ein ungewisses Jenseits, sondern er zeigte den Weg, auf dem jeder, der ihn versteht und befolgt, schon im gegenwärtigen Leben das Unsterbliche finden kann. Buddha nannte es auch das Nibbána (?), oder in Sanskrit: Nirvana, und pries es als die höchste, unvergleichliche, überweltliche Seligkeit, unberührt von Leben und Sterben.
(…)
Spruch, der bis auf den heutigen Tag in ganz Ostasien als die kürzeste Zusammenfassung der Buddha-Lehre berühmt ist:
“Von den bedingt entstandenen Dingen
Gibt Buddha uns die Ursach’ an,
Und auch wie sie zugrunde gingen,
Erklärt der große weise Mann.”
(…)
Weiterführende Webseiten:
Weiterführende Literatur:
Show On Map | Posted in Buddhismus, Historie, Recherche, Religion, geomashup | 1 Comment »
September 30th, 2011 at 20:17
[...] den stark beleibten, oft überlebensgroßen Figuren Buddhas, die das Innere der Tempel beherrschen.Theravada bedeutet "Lehre der Ordensältesten" und wird auch als südlicher Buddhismus bezeichnet. D… Überwürfen bilden einen krassen Gegensatz zu den stark beleibten, oft überlebensgroßen Figuren [...]