Liber Sancti Jacobi = Codex Calixtinus
Februar 25th, 2007 by Felix Hardmood BeckDas Jakobsbuch (lat. Liber Sancti Jacobi) ist eine Sammlung von Handschriften aus dem 12. Jahrhundert. Zugeschrieben wurde sie fälschlicherweise Papst Calixt II., wobei sie jedoch vermutlich von dem französischen Gelehrten Aimeric Picaud zusammengestellt wurde. Sie entstand als Anregung zum Besuch des Reliquienschreins des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela.
In der Sammlung findet sich neben Predigten, Wunderberichten und liturgischen Texten, ein Pilgerführer, dem 5. Buch des Liber Sancti Jacobi. In ihm sind Beschreibungen der Wege, der am Weg liegenden Kunstwerke, der Sitten der lokalen Völker, sowie Empfehlungen für die Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela zu finden.

Bildquelle; Die Abbildung stammt aus dem Liber Sancti Jacobi aus dem 12 Jahrhundert.
Der “Liber Sancti Jacobi” bzw. “Codex Calixtinus” schreibt in seinem ersten Kapitel: Vier Wege führen nach Santiago, die sich zu einem einzigen in Puente la Reina in Spanien vereinen; einer geht über St.Gilles, Montpellier, Toulouse und den Somportpafl; ein anderer über Notre-Dame in Le Puy, Ste.Foy in Conques und St.Pierre in Moissac; ein weiterer über Ste.Marie Madeleine in VÈzelay, St.LÈonard in Limousin und die Stadt PÈrigueux; ein letzter über St.Martin in Tours, St. Hilaire in Poitiers, St.Jean in AngÈly, St.Eutrope in Saintes und die Stadt Bordeaux. Diejenigen Wege, die über Ste.Foy, St.LÈonard und St.Martin führen, vereinigen sich in Ostabat, und nach dem überschreiten des Cispasses treffen sie in Puente la Reina auf den Weg, der den Som portpafl überquert; von dort gibt es nur einen Weg bis Santiago.
Der Weg nach Santiago de Compostela ist ein Weggeflecht, das sich über ganz Europa zieht, in vier groflen Wegen von Paris, VÈzelay, Le Puy und Arles durch Frankreich zieht, bei Roncesvalles und Somport die Pyrenäen überquert und sich bei Puente la Reina zur großen Pilgerstraße, dem camino frances durch Nordspanien, vereinigt. Die romanische Kunst hat entlang dieser Pilgerstraßen bedeutende Kunstwerke geschaffen.
Pilger aus dem Norden und dem nördlichen Mitteldeutschland suchten hauptsächlich über Köln und Aachen (die sog. “Niederstrafle”), zuweilen auch über das Moseltal, Anschluß an die Wege von Paris/ Tours bzw. VÈzelay/St.Gilles. Pilger aus dem südlichen Mitteldeutschland und aus dem oberdeutschen Raum zogen die “Oberstraße” über Einsiedeln und Genf ins Rhonetal, von dort dann die Strafle nach Le Puy. Vom Norden Deutschlands und von England aus wurden oft Pilgerfahrten per Schiff unternommen.
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Februar 6th, 2011 at 21:55
[...] is het Liber Sancti Jacobi (boek van de heilige Jacobus, bestaande uit vijf delen) ook de Codex Calixtinus genoemd. Naar Paus Calixtus onder wiens invloed het boek omstreeks 1160 door verschillende auteurs [...]