Shikoku-Pilgerweg (Japan)

März 18th, 2007 by Felix Hardmood Beck

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Bildquelle, links: www.discover-japan.info, rechts

Der Shikoku-Pilgerweg (jap. 四国八十八箇所 shikoku hachijū hakkasho) mit seinen 88 heiligen Orten ist ein wichtiger buddhistischer Pilgerweg (Junrei = siehe weiter unten) auf der Insel Shikoku in Japan. Man glaubt, dass alle 88 Tempel von dem berühmten buddhistischen Mönch Kūkai besucht worden sind. Kukai wurde 774 in Zentsuji auf Shikoku geboren. Nur für zwei der 88 Plätze ist aus Kukais eigenen Schriften ein Besuch nachzuweisen. Auf dem Pilgerweg befinden sich außerdem über 200 Bangai, also Tempel ohne eine Nummer. Um die Pilgerfahrt abzuschließen, muss man die Tempel nicht der Reihe nach besuchen, in einigen Fällen wird es sogar als glücklich angesehen, die Tempel in umgekehrter Folge zu besuchen. Die Pilgerreise erfolgt traditionell zu Fuß, moderne Pilger nutzen aber auch Autos, Taxis, Busse, Fahrräder oder Motorräder. Die Fußstrecke ist etwa 1.200 km lang und kann 30 bis 60 Tage dauern. Pilger, die alle Tempel besucht haben, sind als Henro (遍路) bekannt und oft an ihren weißen Kleidern, Seggenhüten und Gehstöcken zu erkennen. Viele henro beginnen und beenden ihre Pilgerreise mit einem Besuch des Kōya-san in der Präfektur Wakayama, ein Kloster, das durch Kūkai gegründet wurde und Hauptquartier der buddhistischen Shingon-shū ist. Die 21 km lange Pilgerstraße auf den Kōya-san existiert noch, die meisten Henro nutzen aber den Zug. Zusätzlich zum Hauptweg auf der Insel Shikoku gibt es einen „Miniatur-Pilgerweg“ auf der Insel Shōdoshima nördlich von Takamatsu. Viele solche Miniatur-Shikoku-Pilgerwege existieren in Japan, manche von ihnen sind einfach ein Stein mit Abbildungen der Hauptgottheiten jedes Tempels, andere sind recht groß und benötigen einige Stunden Fußmarsch.


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Junrei (jap.) ist ein Begriff, der in Japan für Pilgerreisen der japanischen Religion steht. Es gibt in Japan verschiedene Wörter für Pilgerreisen, Junrei bezeichnet umgangssprachlich nur die, welche aus Rundreisen bestehen. Es wird davon ausgegangen, daß die Tradition des Junrei in der Nara-Zeit aufkam, allerdings erst in der Heian-Zeit populär wurde. Kumano in der südlichen Präfektur Wakayama wurde zu einem großen Zentrum der Shugend-Sekte, daneben genossen auch Hase-dera, Shitenn-ji, Kinpusen-ji und der Kya-san große Beliebtheit als Wallfahrtsorte. In der Edo-Zeit stieg die Anzahl der Pilgerer dann rasant an, die meisten der heute benutzten Pilgerrouten stammen noch aus dieser Zeit. Diese Pilgerreisen können im Besuch einer Anzahl bestimmter Shint-Schreine, buddhistischer Tempel oder anderer heiliger Orte bestehen, die in einer bestimmten Reihenfolge aufgesucht werden.

Die Pilgerreisen werden oft von Reisebusunternehmen organisiert und dauern dann nur wenige Wochen. Viele Pilger bevorzugen auf Shikoku aber noch immer den 2 oder 3 Monate langen traditionellen Fußmarsch.

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