Das Zepter (Insignium der Macht)
März 26th, 2007 by Felix Hardmood BeckDas Wort Zepter (veraltet auch “Szepter”) stammt vom griechischen “skeptron” – Stab und “skeptein” – stützen ab. Das Zepter ist neben Krone und Reichsapfel (ebenfalls Symbole der königlichen und kaiserlichen Macht) ein wichtiger Teil der Krönungsinsignien. Es ist ein ellenlanger, oft reich verzierte Stab aus wertvollem Metall. Als königlicher Herrscherstab symbolisiert es die weltliche Macht des Königs. Auch das Zeichen des Zepters besitzt wie die Königssalbung altestamentarische Bezüge. Im 2. und 4. Buch Mose wird erwähnt, daß Aaron zur Ausübung seines hohepriesterlichen Amtes einen Stab mit sich führte.
Bei der feierlichen Krönung der britischen Königin Elizabeth II. am 2. Juni 1953 in der Westminster Abbey trug die Queen sogar zwei Zepter, die Teil der britischen Kronjuwelen sind. In der linken Hand hielt sie das “Sovereign’s Scepter with the Cross” (Das Zepter des Souveräns mit dem Kreuz), Symbol der weltlichen Herrschaft im Zeichen des Kreuzes. In der rechten Hand trug sie das “Dove Scepter” (Zepter mit weißer Taube), das auch “Rod of Equity and Mercy” (Stab des Rechtes und der Gnade) genannt wird. Die Taube symbolisiert den Beistand des heiligen Geistes.

Bildquelle; Das Zepterpaar der theologischen Fakultät der Universität Erfurt 1688/89. Die Fakultätszepter dokumentierten die Eigenständigkeit der theologischen Fakultät. Die Zepter der theologischen Fakultät weisen die übliche Dreiteilung auf: Griff, Schaft und Bekrönung. Der spindelförmige Griff, durch einen leicht erhöhten Ring in der Mitte geteilt, wird durch zwei kugelartige Knäufe begrenzt. Die schlanken Schäfte erinnern an mittelalterliche Vortragekreuze, zeigen in der Mitte einen schmalen, schwach erhabenen Ring und tragen an den Enden flache, eingekerbte Schalen, aus denen sich lateinische Kreuze mit schwalbenschwanzförmigen Enden erheben. Die Zepter sind an den Knäufen, am Beschlagwerk und an den Kreuzen vergoldet. Beide Zepter tragen umfängliche Inschriften und bildliche Symbolik. Im Mittelpunkt des Kreuzes vorn eingraviert das ligierte Monogramm JHS (Jesus), darunter ein Herz (Herz Jesu) mit drei Nägeln (Jesuiten-Ikonographie?). In die Rückseite des Kreuzes eingraviert: M(A)RIA, darüber eine Krone, darunter ein von einem Schwert durchbohrtes Herz (Marien-Symbol).
Bild und Textausschnitt (
via www.planet-wissen.de):
Erfurt – ein spätmittelalterliches Wissenschaftszentrum. Eine Ausstellung des Stadtarchivs Erfurt in der Zeit vom 8. Juli bis zum 19. August 2001 im Kulturhof zum Güldenen Krönbacken. Katalog zur Ausstellung – zusammengestellt und bearbeitet von Rudolf Benl mit Beiträgen von Rudolf Benl und Walter Blaha, gestaltet von Karl-Heinz Sommer, herausgegeben von der Landeshauptstadt Erfurt, S. 42-46. Bildnachweis: Museen der Stadt Erfurt (Dirk Urban) – S. 45.

Bildquelle; Wandmalerei aus Pompeij, die den Gott mit einem überlangen Zepter zeigt, einem feinen Stab, welcher der hoch erhobenen rechten Hand als Halt und Stütze dient. Das Bündel der Blitze in der Beuge des linken Armes haltend, scheint er mit dem Stab über unsichtbare Mächte zu gebieten, während sein Blick hoch nach Oben gerichtet ist, in den Bereich der Imagination und übersinnlichen Wahrnehmung.

Meisterhammer, Bildquelle; Friedrich von Preussen hält in der Hand den sogenannten Meisterhammer, wie er von den Grossmeistern der Freimaurerlogen als Zeichen Ihrer Macht und Weisheit geführt wurde und wohl auch noch geführt wird. Wobei der eigentliche Hammerkopf aus einem wohlgeformten, reich geschmückten Stabe wächst. Der Meisterhammer ist zweifellos ein Zeichen höchster Autorität und unwiderruflicher Endgültigkeit.

Zepter, Bildquelle; Zepter, gaben dem Herrscher die Macht über das Reich – der Marschallstab dem Feldherren die Gewalt über seine Truppen und damit Macht über den Feind.

Marschallstab, Bildquelle; Weil der Marschallstab zu gross, zu schwer, zu unförmig war, um ihn stets bei sich zu tragen, gesellte sich dem Marschallstab bald der leichtere und elegantere Interimstab zu, der vom Marschall zu allen Gelegenheiten geführt wird, während der große Marschallstab nur zu besonderen Anlässen benutzt wird.
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