Mai 30th, 2007 by Felix Hardmood Beck
via: Spiegel online von Ansbert Kneip

Jedes Jahr Anfang Januar stehen die Heiligen Drei Könige vor dem Haus von Herbert Steffen in Mastershausen. Die sogenannten Sternsinger, Jugendliche aus der Dorfgemeinde, tragen ein frommes Lied vor, dann erbitten sie eine Spende für die Mission.
Steffen ist ein reicher Mann, 72 Jahre alt, ehemaliger Möbelhausbesitzer, Millionär. Aber von ihm kriegen die Sternsinger keinen Cent. Wäre ja noch schöner.
“Beten verboten!”, so steht es auf dem Schild an seiner Haustür. Herbert Steffen hat in diesem tiefkatholischen Dorf im Hunsrück eine religionsfreie Zone eingerichtet. Hinter der Haustür liegt das Hauptquartier der deutschen Ungläubigen.
Die Giordano Bruno Stiftung, benannt nach dem im Jahr 1600 in Rom verbrannten Ketzer, versucht von Mastershausen aus all diejenigen zu organisieren, die an Gott und Kirche nicht glauben. Die Stiftung liefert ihnen das theoretische Rüstzeug, sie ist der Think-Tank der deutschen Atheisten. Man könnte auch sagen: Die Giordano Bruno Stiftung ist das geistige Oberhaupt all derjenigen, die geistigen Oberhäuptern nicht trauen. Und das ist naturgemäß ein ziemlich mühsames Geschäft.
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April 11th, 2007 by Felix Hardmood Beck

Bildquelle: www.stern.de / nachfolgender Text (Quelle: Stern) von Thomas Osterkorn (Chefredakteur)
Eine Auszeit nehmen, den Alltag hinter sich lassen: Das ist die große Sehnsucht unserer Zeit. Weil viele Menschen aber mehr suchen als ein paar Tage Entspannung oder Ablenkung, entdecken sie eine uralte Tradition jetzt auch für sich: das Pilgern.
Pilgerschaft ist Suche. Sie wird häufig an einem Krisen- oder Wendepunkt des Lebens begonnen. Man ist unterwegs. Zu Gott. Zu sich. Man erlebt eine innere Befreiung – man ist vorübergehend alle Alltagslasten los, muss sich um nichts kümmern, keine Vorsorge treffen. Pilgern ist Loslassen. Man lernt, wie unwichtig vieles ist, wie viel überflüssige Sorgen und Ängste man mit sich herumschleppt. Man gewinnt innere Freiheit. Pilgern ist Ankommen. Am Ziel. Am heiligen Ort. Pilgern ist auch ein Prozess der Selbstheilung. Man hat seine Fähigkeiten und Grenzen kennengelernt. Man ist gewachsen. Man hat Kraft gewonnen. Innere wie äußere. Das scheinbar Unentbehrliche hat sich als verzichtbar erwiesen. Das Verlorengegangene hat man wiedergefunden: das Vertrauen zu sich selbst, zu seinen Mitmenschen – vielleicht auch zu Gott. Viele sind als Wanderer losgegangen und als Pilger angekommen. Read the rest of this entry »
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März 29th, 2007 by Felix Hardmood Beck
Eine Reliquie (lateinisch: Überbleibsel) ist (laut der, mir heilbringenden Wikipedia) ein Gegenstand religiöser Verehrung, besonders ein Körperteil oder Teil des persönlichen Besitzes eines Heiligen. Eine Sonderform sind Berührungsreliquien, also Gegenstände wie Kleidungsstoffe, mit denen der Heilige in Berührung kam oder gekommen sein soll. Reliquienverehrung findet sich in fast allen Hauptreligionen – ist auch im Islam und Judentum zu finden, ihr Platz in der Religion ist jedoch durchaus umstritten.

Bild links: Bildquelle Wikipedia / höhere Auflösung; Sandalen Jesu – Reliquie aus der Abtei Prüm (Eifel) / Bild rechts: Bildquelle, Die Düsseldorfer Reliquien des hl. Apollinaris, geöffneter Reliquienschrein
Im Christentum (Katholizismus und Orthodoxie) ist die Reliquienverehrung eine der ältesten Formen der Heiligenverehrung und schon im mittleren 2. Jahrhundert eindeutig nachweisbar, lange vor z.B. Ikonen- oder anderen Heiligenbilder-Verehrungen. Im Protestantismus wird die Reliquienverehrung bereits seit der Zeit Martin Luthers größtenteils abgelehnt. Evangelikale Christen sehen sie als unbiblisch an, Religionsgemeinschaften wie die Adventisten und die Zeugen Jehovas sogar als Götzendienst.
Reliquien werden nach unterschiedlichen Klassen kategorisiert und je nach Wunderwirkung und Lage des Aufbewahrungsortes (Reliquiar) mehr oder weniger von Pilgern während der Wallfahrten frequentiert. Hauptsächlich im Mittelalter war es unter Christen verbreitet Reliquien weiter zu schenken. Wichtige Persönlichkeiten der Christenheit die mit Klöstern in Kontakt waren, bekamen oftmals Reliquien geschenkt. Somit entstanden Sammlungen von verschiedensten Reliquien, die oftmals über Jahrhunderte zusammengetragen wurden.

Bildquelle: Wikipedia; Reliquienschrein in Form einer Basilika, Köln, 1. Hälfte 13. Jahrhundert
Die älteste Form des Reliquiars ist der Reliquienschrein. Dabei handelt es sich um einen meist reich geschmückten, dem Sarkophag des Heiligen entsprechenden Kasten in Originalgröße oder miniaturisierter Ausführung. Unter den Pilgern des beginnenden Spätmittelalters wuchs die Begierde danach, die Reliquien auf ihren Wallfahrten unmittelbarer in Augenschein nehmen zu können; vielfach stellte sich gegenüber den geschlossenen Reliquienkästen ein gewisses Misstrauen ein, zumal Reliquienfälschungen überhand nahmen. Daher wurde zunächst der Typus des sprechenden Reliquiars entwickelt – dabei handelt es sich um Behältnisse, die in ihrer äußeren Form dem Körperteil nachempfunden sind, dessen Überreste sich darin befinden. Reliquiare für Armknochen wurden als goldene Arme gestaltet, Fußreliquiare als goldene Beine, Schädelreliquiare als kostbar geschmückte Reliquienbüsten. Auch die sprechenden Reliquiare wurden von den Gläubigen bald als unbefriedigend empfunden, weshalb man im Spätmittelalter dazu überging, aufwendig gefasste gläserne Behälter zu schaffen, in denen die eigeschlossenen Reliquien für den Betrachter direkt sichtbar waren. Ein solches Schauglas wird je nach Ausführung als Reliquienmonstranz oder Ostensorium bezeichnet. Kleine Reliquiensplitter werden seit dem späten Mittelalter von offiziellen kirchlichen Stellen in spezielle verglaste Kapseln von meist ovaler Form eingeschlossen und anschließend versiegelt oder verplombt, um die Echtheit der enthaltenen Reliquie zu dokumentieren und zu verhindern, dass kleine Reliquien verloren gehen können. Eine solche Kapsel wird als Theca bezeichnet; meist befindet sich in ihr neben der Reliquie ein Zettelchen mit erklärender Beschriftung, die sogenannte Cedula.
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März 26th, 2007 by Felix Hardmood Beck
Das Wort Zepter (veraltet auch “Szepter”) stammt vom griechischen “skeptron” – Stab und “skeptein” – stützen ab. Das Zepter ist neben Krone und Reichsapfel (ebenfalls Symbole der königlichen und kaiserlichen Macht) ein wichtiger Teil der Krönungsinsignien. Es ist ein ellenlanger, oft reich verzierte Stab aus wertvollem Metall. Als königlicher Herrscherstab symbolisiert es die weltliche Macht des Königs. Auch das Zeichen des Zepters besitzt wie die Königssalbung altestamentarische Bezüge. Im 2. und 4. Buch Mose wird erwähnt, daß Aaron zur Ausübung seines hohepriesterlichen Amtes einen Stab mit sich führte.
Bei der feierlichen Krönung der britischen Königin Elizabeth II. am 2. Juni 1953 in der Westminster Abbey trug die Queen sogar zwei Zepter, die Teil der britischen Kronjuwelen sind. In der linken Hand hielt sie das “Sovereign’s Scepter with the Cross” (Das Zepter des Souveräns mit dem Kreuz), Symbol der weltlichen Herrschaft im Zeichen des Kreuzes. In der rechten Hand trug sie das “Dove Scepter” (Zepter mit weißer Taube), das auch “Rod of Equity and Mercy” (Stab des Rechtes und der Gnade) genannt wird. Die Taube symbolisiert den Beistand des heiligen Geistes.

Bildquelle; Das Zepterpaar der theologischen Fakultät der Universität Erfurt 1688/89. Read the rest of this entry »
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März 26th, 2007 by Felix Hardmood Beck
Anmerkung: Das “Navigationsinstrument Jakobsstab” wurde ebenfalls als Kreuzstab bezeichnet (vgl. Blogeintrag vom 29.Januar über Navigation- und Ortungssysteme).
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Die Ferula ist der im Katholizismus dem Papst vorbehaltene Stab, der statt der Krümme des Krummstabes (vgl. Blogeintrag vom 26.März) gewöhnlicher Bischöfe ein Kreuz zeigt. Sicher ist, dass Päpste schon früh einen solchen geraden Stab trugen. Nachdem der Krummstab zum Insignium der Hirtengewalt der Bischöfe wurde, erhielt der Papst die Ferula, mit einem Kreuz statt einer Krümme. Ähnlich wie bei den Patriarchen das Patriarchenkreuz wurde ihm der Stab mit dem Kreuz vorangetragen. Nur bei Kirchenweihen nahm er ihn selbst in die Hand, um das Alpha und Omega in den Boden der Kirche zu ritzen. Read the rest of this entry »
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März 26th, 2007 by Felix Hardmood Beck

Bild links: Quelle Wikipedia, Abt Wilhelm von Hirsau († 1091) im Schenkungsbuch von Kloster Reichenbach (Baden-Württemberg).
Bild rechts: Quelle Wikipedia, Bischof Busso von Havelberg mit Krummstab in der Hand, auf dem Wappen und als Schildzier.
Der Krummstab (auch: Abtstab, Baculus pastoralis, Bischofsstab, Hirtenstab, Pastoralstab und Pedum oder Virga) gehört zu den Pontifikalien und besteht aus einem Schaft und der an seinem oberen Ende anschließenden Krümme. Die Krümme besteht aus vergoldetem Silber oder Kupfer und ist oft künstlerisch gestaltet; der etwa 1,5 Meter lange Schaft besteht meist aus Holz. (Zusammenfassung aus Wikipedia). Ein ähnlicher Stab zählte bereits zu den Insignien der Pharaonen und römischen Auguren. Älteste Darstellungen zeigen den ägyptischen Gott Osiris, der als Hirte der Seelenherden mit dem Hirtenstab abgebildet wurde. Der Stab gilt als Zeichen der Autorität. Seine Herkunft wird von dem italisch-etruskischen Hirtenstab abgeleitet. Kaiser Konstantin erteilte im 4. Jahrhundert den Bischöfen durch das privilegium fori die Erlaubnis als Zeichen geistlicher und weltlicher Rechtsprechung einen dem Augurenstab ähnlichen Stab zu tragen. Heute ist er in der Katholischen Kirche Würdenträgern mit eigenem Jurisdiktionsbereich vorbehalten. Dazu gehören insbesondere Bischöfe und Äbte, seltener auch andere Prälaten. Im eigenen Territorium hält der Inhaber den Stab so, dass die Krümmung nach außen zeigt, auf “fremdem” Gebiet so, dass die Krümmung zu ihm hinzeigt. Der Papst trägt keinen Krummstab, sondern einen Kreuzstab, die Ferula. Read the rest of this entry »
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März 26th, 2007 by Felix Hardmood Beck

Der Sprung (span.: salto) mit dem kanarischen Hirtenstab ist eine traditionelle Fortbewegungsmethode auf den kanarischen Inseln. Sie besteht in der Benutzung eines Stabes (u.a „astia“, „lanza“, „garrote“ , „lata“ oder „asta“ genannt), den der kanarische Ziegen- oder Schafhirte seit undenklichen Zeiten kennt um sich in der Fortbewegung zu helfen. Die Sprungtechnik und die Naturlandschaft in der sich der „salto“ entwickelt hat, haben sich bis heute erhalten. Bisher wurde noch nicht erforscht, ob diese Praxis von den ersten Siedlern des Archipels eingeführt wurde oder erst hier entwickelt wurde. Auf jeden Fall hat man in allen Hirtenkulturen Stäbe benutzt um sich beim Laufen zu helfen.
Auf den Kanarischen Inseln hat sich der Sprung mit dem Hirtenstab, begründet in der Notwendigkeit, zu einer charakteristischen und ausgefeilten Technik entwickelt. In der Vergangenheit war die Benutzung des Hirtenstabs weiter verbreitet in der Bevölkerung, in den letzten Jahren blieben nur die Ziegen- und Schafhirten, die ihn weiterhin benutzten. Heute erfolgt die Benutzung nicht mehr aus der Notwendigkeit heraus (früher = Arbeitsinstrument), sondern in Form von Spiel, Nervenkitzel, Naturverbundenheit und Erhaltung der Tradition. Bewußt wird sich vom Massensport, vom Unterhaltungsspektakel und vom Wettbewerb distanziert. Read the rest of this entry »
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März 12th, 2007 by Felix Hardmood Beck

Bildquelle
1994 wurde im nördlichen Torhaus des Brandenburger Tores ein Raum der Stille eröffnet. Er folgte einem berühmten Vorläufer: dem Meditationsraum, den der 1961 verunglückte schwedische UNO – Generalsekretär Dag Hammarskjöld für sich und seine Mitarbeiter im UNO-Gebäude in New York einrichten ließ. Die Initiative zu dem Berliner Projekt geht auf Ostberliner Christen und die Zeit vor dem Mauerfall zurück; Menschen verschiedener Religionen und Kulturen halfen dann, es ins Leben zu bringen. Das mit Symbolen beladene Wahrzeichen der Stadt, das Verkehrsnadelöhr, der Touristenmagnet finden in dem Raum der Stille einen ungeahnten Gegenpol, in den das großstädtische Getöse nur noch gefiltert und gedämpft eindringen kann. Die Zustimmung zu diesem Raum, die man den Besucherbüchern entnehmen kann, ist überwältigend. Jeder gibt ihm einen eigenen Zweck, eine individuelle Bedeutung. Doch scheint es ein unausgesprochenes Einverständnis darüber zu geben, daß Stille eine Voraussetzung von Frieden ist. Read the rest of this entry »
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März 6th, 2007 by Felix Hardmood Beck
Islamic Tradition
In the Islamic tradition, colour is primarily seen from a metaphysical viewpoint which allows the duality of light and shadow to be recognised as the continuous possibility pervading the universe. The number seven dominates the traditional palette of colours, which are arranged in groups of three and four (picture below), with the two systems being linked. One order is based on the three colours black, white and sandlewood (related to the colour of the earth), while the other is centred on the four colours red, yellow green and blue.

Quelle: www.colorsystem.com; Read the rest of this entry »
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Februar 25th, 2007 by Felix Hardmood Beck
Bildquelle
Das Jakobsbuch (lat. Liber Sancti Jacobi) ist eine Sammlung von Handschriften aus dem 12. Jahrhundert. Zugeschrieben wurde sie fälschlicherweise Papst Calixt II., wobei sie jedoch vermutlich von dem französischen Gelehrten Aimeric Picaud zusammengestellt wurde. Sie entstand als Anregung zum Besuch des Reliquienschreins des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela.
In der Sammlung findet sich neben Predigten, Wunderberichten und liturgischen Texten, ein Pilgerführer, dem 5. Buch des Liber Sancti Jacobi. In ihm sind Beschreibungen der Wege, der am Weg liegenden Kunstwerke, der Sitten der lokalen Völker, sowie Empfehlungen für die Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela zu finden. Read the rest of this entry »
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Februar 25th, 2007 by Felix Hardmood Beck
Folgender Text ist der Webseite www.kath.de entnommen und ist als ZIP-Datei im Textformat über folgenden Link downloadbar: Originalquelle hier klicken. Der Text ist gekürzt und mit Querverweisen und Anmerkungen versehen.
“Legenden sind zuweilen einflußreicher als die Geschichte” (Bottineau ?). Im Motivationsgeflecht der Santiago-Pilgerfahrt verbinden sich Realität und Fiktion, historische Konstellationen und Imagination zu einem wirkmächtigen Ganzen. Die historische Forschung hat sich äußerst intensiv mit dem Gehalt der in der Einleitung kurz skizzierten Legende um den Apostel und sein Grab befaßt. Vor allem vier Problemkreise werden diskutiert: Read the rest of this entry »
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Februar 25th, 2007 by Felix Hardmood Beck

Bildquelle
Folgender Text ist der Webseite www.kath.de entnommen und ist als ZIP-Datei über folgenden Link als Textdatei downloadbar: Originalquelle hier klicken. Der Text ist gekürzt und mit Querverweisen und Anmerkungen versehen.
1. Einleitung und zusammenfassender Überblick
1253 schickte Ludwig IX von Frankreich einen flämischen Franziskaner namens Wilhelm von Rubruk in diplomatischer Mission nach Innerasien zu den Mongolen. 1254 erreichte der Mönch das “ordou” (Lager) des Großkhans Möngke und folgte dem Herrscher nach Karakorum. Dabei machte Rubruk die Bekanntschaft eines armenischen Mönchs namens Sergius. Dieser hatte zunächst als Einsiedler in der Nähe Jerusalems gelebt, ehe er sich dem Großkhan anschloß. Der Franziskaner hat die Worte des Sergius überliefert: “Er begann mich über den Papst zu befragen, ob ich glaubte, daß er ihn zu sehen wünsche. Und ob ich ihm ein Pferd geben wolle, um nach Santiago zu reiten und dort die Hilfe des heiligen Jakobus anzuflehen.” Um die Mitte des 13.Jahrhunderts war also die Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela “weltbekannt” selbst ein armenischer Mönch, den es zu den Mongolen verschlagen hatte, wußte davon… Read the rest of this entry »
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Februar 15th, 2007 by Felix Hardmood Beck
Folgendes PDF (5 Seiten, ca. 200kb) ist die Weiterbearbeitung von dieser Version (vgl. Blogeintrag vom 07.02.07). Es faßt die Motive des Wallfahrens im Mittelalter zusammen und stellt diese denen der heutigen Pilger gegenüber.
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Februar 15th, 2007 by Felix Hardmood Beck

Bildquelle: Wikipedia
Die Urkunde ist auf lateinisch verfasst; die deutsche Übersetzung lautet:
“Das Kapitel dieser mütterlichen, apostolischen und metropolitanischen Kirche von Compostela, der Wächter des Siegels des Altares des seligen Apostels Jakobus, in der Absicht, allen Gläubigen und Pilgern, die aus dem ganzen Erdkreis beseelt von Verehrung oder eines Gelübdes willen vor der Tür unseres Apostels, des Patrons und Schutzherren der spanischen Lande, des heiligen Jakobus, zusammenkommen, echte Schreiben zur Bestätigung des Besuches zu verschaffen, macht allen und jedem, die in das Vorliegende Einblick nehmen, bekannt, dass (Vorname und Nachname des Pilgers) dieses allerheiligste Gotteshaus, von Frömmigkeit getrieben, ehrerbietig besucht hat. Zur Beglaubigung dafür überreiche ich dir/Ihnen dieses vorliegende Schreiben, versehen mit dem Siegel eben derselben heiligen Kirche.
Gegeben in Compostela den (Tag, Monat, Jahr)” (evtl. noch Annus Sanctus – heiliges Jahr).”
Quelle: Wikipedia
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Februar 15th, 2007 by Felix Hardmood Beck
Bildquelle: Wikipedia / höhere Auflösung
Die Kapelle Notre-Dame-du-Haut wurde vom Architekten Le Corbusier ab 1950 erbaut und am 20. Januar 1955 geweiht. Das Bauwerk liegt auf einem Gipfel in der hügeligen Landschaft der Südvogesen (353üM) und bietet ein weites Panorama über die Umgebung. Die organische Bauform der Kirche ist heute Pilgerort für Architekten und Kunstinteressierte. Read the rest of this entry »
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