scribbelierenderweise
April 1st, 2007 by Felix Hardmood Beck
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Zur Zeit probiere ich aus, wie ein gefederter Aufsatz (am Fuß des Pilgerstabes) in ein Acrylglasrohr (Modulor, ca.20 €) integriert werden könnte (vgl. Technikskizze vom 26.März 2007). Die Mechanik soll bei aufsetzen des Stabes auf den Boden an einen Drucktaster stoßen und dadurch an das Arduino den Befehl zum Geotaggen senden.
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Utopischer Ansatz: Ein Kompass zeigt immer die Stelle in der Stadt an, an der man bei seiner Ankunft, mit einem entsprechend großen Radius, alleine wäre.
Je nachdem an welcher Stelle man sich in der Stadt befindet, leitet der Kompass (über seine RGB-LED-Matrix; vgl. Blogeintrag vom 02.März 2007) den Benutzer in die entsprechend schnellste Richtung aus der Stadt und bietet über unterschiedliche Farbcodierungen dafür auch unterschiedliche Routen an. Bspw (im Bezug zu Florian Boers “speed, reliability, comfort and pleasure“, vgl. Blogeintrag vom 28.März 2007):
rot => Notfallmodus (speed: schnellstmöglicher Weg raus aus der Stadt)
blau=> Bademodus (pleasure: Zielpunkt: nächster Badesee)
grün => Spaziergangsmodus (comfort: möglichst langer Weg)
gelb => Randommodus (reliability: Weg zu einem Punkt, der von anderen Benutzern als Geotag außerhalb der Stadt gesetzt wurde)
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Links: Arbeitsmodell Querschnitt Pilgerstab (dargestellt als PVC-Rohr) mit Platine (dargestellt als schwarze Platte) und Führungsschienen (weiße U-Profilleisten) / Rechts: Materialtest Fußschalter für unteren Teil des Pilgerstabes
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Die Beta Version des Gehhilfenvibrators (vgl. auch folgenden Blogeintrag vom 18. März). Drei 1,5V Batterien im Stock versteckt treiben den Motor an.


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Zur Zeit teste ich, wie sich verschieden Motoren bei unterschiedlicher Spannung im laufenden Zustand anfühlen. Es geht darum einen passenden Vibrationsalarm zu finden. Idee dabei ist es, (A) dass über die Stärke der Vibration intuitiv in eine richtige Richtung gegangen wird; entweder weg von der Vibration oder andersrum. (B) Beim Überschreiten eines gesetzen Geotags durch Vibration ein Zeichen gegeben wird.

In der Sinnesphysiologie versteht man unter Vibrationen leichte Erschütterungen, die über spezielle Rezeptoren (Vater-Pacini-Körperchen) registriert werden. Die Vibrationswahrnehmung ist Teil der Haptischen Wahrnehmung und wird der Feinwahrnehmung (“epikritische Sensibilität”) zugeordnet.

Für diesen Versuch wurde ein (für Senioren üblicher) Stützstock (ebay) benutzt, wobei Form und Material erstmal egal ist. Entstanden ist der Gehhilfenvibrator. Es gibt drei ausschlaggebene Faktoren: Motor, Aufsatz, Drehmoment. Interessanter Weise merkt man sehr schnell, dass man mit einem geringerem Drehmoment eine angenehmere Vibration erzeugen kann.
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Aufbauend auf dieser Idee (Blogeintrag vom 20.Februar 2007). Probiere ich grade ein wenig rum:

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Stichpunkte:
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Ein Maschennetz (mesh network) ist eine WLANStruktur bei dem jeder Knoten (Accesspoint) automatisch mit weiteren Knoten verbunden ist. Jeder Knoten kann jeden anderen Knoten innerhalb der Datenwolke erreichen und Daten austauschen. Jedem Knoten ist die Route (der Weg) zu den anderen Knoten bekannt sein. Das Routing erfolgt dabei automatisch (adhoc) ohne dass der User weitere Einstellungen vornehmen muss durch eine entsprechende Software.

Freifunk: Erlaubt sind 100mW EIRP im 2.4 GHz Band. Mit den Stummelantennen der WLAN-Router sind etwa 500 Meter möglich. Mit guten Richtantennen erreicht man auch bis zu 1000-2500 Meter. Diese Reichweiten sind jedoch nur bei Sichtverbindung möglich. Auch Bäume können stören.
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Ein Ad-hoc-Netzwerk bezeichnet laut Wikipedia in der Informationstechnologie ein drahtloses Netz zwischen zwei oder mehr mobilen Endgeräten, das ohne feste Infrastruktur auskommt. Um drei oder mehr Geräte ad-hoc sinnvoll zu vernetzen, sind zusätzlich Protokolle nötig, die ein Mobiles Ad-hoc-Netz (MANET, auch Mesh Network) schaffen. (Handelt es sich bei den einzelnen Knoten eines MANETs um Fahrzeuge, spricht man von einem VANET (Vehicular Ad Hoc Network). Sollten, nach einer meiner Ideen (vgl. Blogeintrag vom 20.02.07), also Pilger dieses System benutzen müßte es nach dem englischen Wort “pilgrim” vermutlich PANET (Pilgrimage Ad Hoc Network) heißen!?)
Innerhalb des Netzes können mobile Geräte, wie z.B. Mobiltelefone, Kleincomputer oder Laptops, sofort eine Verbindung zueinander aufbauen, ohne dass eine übergeordnete Infrastruktur (wie z. B. Wireless Access Points) benötigt wird. Jedes Gerät (Knoten) dient hierbei nicht nur als Sende- und Empfangsstation für Sprache oder Datenübertragung, sondern auch als Router für andere Teilnehmer. Wichtig ist daher kooperatives Verhalten, da oft knappe Ressourcen wie Rechenzeit, Energie und Bandbreite für andere Teilnehmer bereitgestellt werden müssen. Ähnlich wie in Peer-to-Peer-Netzen führt die Kommunikation über MANets zu günstiger Lastverteilung, da es keine zentralen Instanzen gibt. Die Bewegung der Knoten erfordert aufwändige Routingverfahren, weil die Tabellen für die Weiterleitung von Datenpaketen ständig aktualisiert werden müssen.
Man kann zur Fonktionsweise also folgendes zusammen fassen:
1. direkte Verbindung: die einzelnen Knoten sehen sich und können miteinander kommunizieren.

2. indirekte Verbindung: die einzelnen Knoten sind zum Teil so weit voneinander entfernt, dass sie nicht direkt miteinander kommunizieren können. Hierbei leiten die dazwischen liegenden Knoten die Daten weiter. Auf diese Weise kann ein fast beliebig großes, sich selbst verwaltendes Netz entstehen.
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Angewendet auf PANET bedeutet dies: Durch Umleiten (Routing) der Daten über integrierte, mobile Pilger-Knotenpunkte ist es möglich ein Netzwerk aufrecht zu erhalten und über dieses Daten zu verschicken, zu kommunizieren etc. Das Routingverfahren für diese Idee wäre ein Positionsbasiertes Routingverfahren (LAR = Location Aided Routing), das die Informationen über die genauen Positionen der Knoten nutzt. Diese Informationen könnten über GPS-Empfänger gewonnen werden. An Hand dieser Informationen lässt sich der beste Pfad zwischen Quell- und Zielknoten bestimmen.
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Grobe Idee in Stichworten: Durch den Pilgerstab werden Visual-Waypoints hinterlassen (ähnlich einem Stempel, der Markierungen auf dem Weg setzt). Gleichzeitig, am selben Ort werden durch den Akt des Stabaufsetztens Geotags gesetzt. Welche Informationen mit Koordinaten versehen werden könnten ist unklar. Es könnten persönliche – ungreifbare – sein: Gebete, gute/schlechte Laune etc. Ein Laser könnte optische Hilfestellung für den richtigen Untergrund geben. Der Laser wäre gleichzeitig eine Verlängerung des Pilgerstabes!? Mit Entfernungsmesser und Kompass könnte so ein angelaserter Ort getaggt werden (=> Taggingpistole!?).
Vielleicht könnten die persönlichen Geokodierungen im Laufe der Zeit verschwinden und nur die Koordinaten bleiben? -> Ähnlich verblassenden Erinnerungen; nur der abgelaufene Weg würde in digitaler Form bleiben. Auch wäre es denkbar schon bestehende digitale Informationen abzurufen, diese zu verändern und dann verändert zu hinterlassen!?
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