Sketch beta (Stab virbriert Richtung Mekka)

June 7th, 2007 by Felix Hardmood Beck

Bild vergrößern

Das obere Bild zeigt den Aufbau für den Test den Stab in Richtung Mekka vibrieren zu lassen. Den Code dafür gibt es hier:

//---------------------------------------------------------------
//
// "Your way to Mekka"
// Vibration tests (beta) for the GeoCacheCane
//
// Felix Hardmood Beck | date 20070607
//
//--------------------------------------------------------------- Read the rest of this entry »

Show On Map | Posted in Fotos, Islam, geomashup, software | No Comments »

Raum der Stille

March 12th, 2007 by Felix Hardmood Beck


Bildquelle

1994 wurde im nördlichen Torhaus des Brandenburger Tores ein Raum der Stille eröffnet. Er folgte einem berühmten Vorläufer: dem Meditationsraum, den der 1961 verunglückte schwedische UNO - Generalsekretär Dag Hammarskjöld für sich und seine Mitarbeiter im UNO-Gebäude in New York einrichten ließ. Die Initiative zu dem Berliner Projekt geht auf Ostberliner Christen und die Zeit vor dem Mauerfall zurück; Menschen verschiedener Religionen und Kulturen halfen dann, es ins Leben zu bringen. Das mit Symbolen beladene Wahrzeichen der Stadt, das Verkehrsnadelöhr, der Touristenmagnet finden in dem Raum der Stille einen ungeahnten Gegenpol, in den das großstädtische Getöse nur noch gefiltert und gedämpft eindringen kann. Die Zustimmung zu diesem Raum, die man den Besucherbüchern entnehmen kann, ist überwältigend. Jeder gibt ihm einen eigenen Zweck, eine individuelle Bedeutung. Doch scheint es ein unausgesprochenes Einverständnis darüber zu geben, daß Stille eine Voraussetzung von Frieden ist. Read the rest of this entry »

Show On Map | Posted in Ausstellung, Buddhismus, Christentum, Islam, Judentum, Recherche, Religion, geomashup | No Comments »

Farben und Religion

March 6th, 2007 by Felix Hardmood Beck

Islamic Tradition
In the Islamic tradition, colour is primarily seen from a metaphysical viewpoint which allows the duality of light and shadow to be recognised as the continuous possibility pervading the universe. The number seven dominates the traditional palette of colours, which are arranged in groups of three and four (picture below), with the two systems being linked. One order is based on the three colours black, white and sandlewood (related to the colour of the earth), while the other is centred on the four colours red, yellow green and blue.


Quelle: www.colorsystem.com; Read the rest of this entry »

Show On Map | Posted in Buddhismus, Christentum, Farben, Hinduismus, Islam, Judentum, Recherche, Religion, geomashup | No Comments »

Film: Die grosse Reise

February 3rd, 2007 by Felix Hardmood Beck

>Es ist besser, seine Pilgerreise
zu Fuß als mit dem Pferd zu machen,
besser mit dem Pferd als mit dem Auto,
besser mit dem Auto als mit dem Schiff und
besser mit dem Schiff als mit dem Flugzeug.<

film plakat

Reda (Nicolas Cazalé) steht kurz vor dem Abitur. Er ist der Sohn einer arabischen Einwandererfamilie und in Frankreich geboren. Nun kommt sein Vater (Mohamed Majd) urplötzlich auf die Idee, dass es Zeit für seine Pilgerfahrt nach Mekka ist und nötigt Reda dazu, ihn zu begleiten. Reda, der von seiner muslimischen Geschichte distanziert ist und sich in der westlichen Welt sehr wohl fühlt, hat wenig Verständnis für die strenge Gläubigkeit seines Vaters. Die zwei steigen in ein altes, klappriges Auto und fahren quer durch Europa gen Mekka. Der Generations- und Kulturkonflikt offenbart sich in dieser Zweisamkeit in aller Deutlichkeit.

Show On Map | Posted in Islam, Recherche, geomashup | No Comments »

Stereoskop: VR-Mecca

February 2nd, 2007 by Felix Hardmood Beck

Unten abgebildetes Stereoskop habe ich von Nafi Mirsai bekommen. Es stammt aus Istanbul und ermöglicht die dreidimensionale Sicht auf unterschiedliche Szenerien der Pilgerreise nach Mekka. Die Stereoskopie (aus dem griechischen: stereo = räumlich - skopein = sehen) ist ein Verfahren zur raumtreuen Abbildung, bei dem

  • 1. paarweise Bilder, stereoskopische Halbbilder genannt, getrennt für jedes Auge erzeugt und angeboten werden,
  • 2. auf denen jeder Raumpunkt durch korrespondierende Bildpunkte auf jedem Halbbild abgebildet wird,
  • 3. die aufgrund der Parallaxe gering seitenverschoben zueinander sind (=stereoskopische Deviation) und durch welche im Gegensatz zu einem zweidimensionalen Bild die Tiefenlage jedes Raumpunktes aus dem Bild mathematisch reproduzierbar ermittelt werden kann und der Betrachter die räumliche Lage jedes abgebildeten Raumpunktes aufgrund einer dem Natürlichen nahekommenden Darbietung empfinden kann.
  • bild

    bild

    Show On Map | Posted in Allgemein, Hardware, Historie, Islam, Recherche, geomashup | No Comments »

    Der Koran (allgemeines)

    January 31st, 2007 by Felix Hardmood Beck

    Der Koran (arabisch al-Qur’an: Lesung, Vortrag oder Vorzeit), heilige Schrift des Islam (570-650 n. Chr.). Nach muslimischem Glauben enthält der Koran eine Reihe von Offenbarungen, die Gott (Allah) an seinen Propheten Mohammed zwischen 608 und 632 in Mekka und Medina richtete. Read the rest of this entry »

    Show On Map | Posted in Allgemein, Islam, Recherche, Religion, geomashup | No Comments »

    Weltreligionen im Vergleich

    January 30th, 2007 by Felix Hardmood Beck

    Weltreligionen im Vergleich Bildquelle (oben): Wikipedia / größere Bildauflösung

    Tabelle Weltreligionen im Vergleich Bildquelle (oben): Internetseite zum Religionsvergleich; (höhere Auflösung)

    Weiterführende Webseiten:

  • Webseite: www.weltreligionen.de
  • Webseite: Christentum
  • Webseite: Islam
  • Webseite: Hinduismus
  • Webseite: Buddhismus
  • Webseite: Judentum
  • Webseite: Taoismus
  • Weiterführende Literatur:

  • Glasenapp, Helmuth von, Die fünf Weltreligionen, Hugendubel Verlag, München, 2001
  • Show On Map | Posted in Buddhismus, Christentum, Hinduismus, Islam, Judentum, Recherche, Religion, Taoismus, geomashup, maps | No Comments »

    Der Islam (grundsätzliches)

    January 30th, 2007 by Felix Hardmood Beck

    Folgender Text ist (teilweise gekürzt) aus folgender Webseite entnommen

  • http://www.beepworld.de/members44/palastikkuh/islam.htm
  • und von mir mit Anmerkungen, Grafiken, Bildern und Querverweisen versehen worden:

    image Grafikquelle: Wikipedia / höhere Auflösung

    In 13 Staaten der Welt ist der Islam heute Staatsreligion, in 25 Staaten haben die Muslime die Mehrheit der Bevölkerung und in weiteren 20 Staaten mehr als 10 Prozent Bevölkerungsanteil. Insgesamt bekennen sich etwa 1,3 Milliarden Menschen zu Allah und zum Koran und folgen den Weisungen des Propheten Muhammad. Damit ist sie hinter dem Christentum (2 Milliarden) die zweitgrößte der Weltreligionen und momentan die expansivste (vgl. S74, Der Islam von Gottfried Hierzenberger). In Deutschland leben gut 3 Millionen Muslime, 80 Prozent von ihnen stammen aus der Türkei. 310.000 Muslime sollen einen deutschen Pass haben. Die Zahlenangaben über deutsche Muslime schwanken zwischen 11.000 und 100.000. In Stuttgart leben allein ca 40.000 Muslime. Die türkischstämmige Jugend verliert zunehmend den Kontakt mit der Herkunftskultur, Korankurse werden von nur 7 Prozent besucht. In Deutschland sind 66 klassische Moscheen eröffnet worden. Dazu kommen 2.200 Gebetshäuser bzw -räume (Zahlenangaben gelten zu überprüfen und evtl zu aktualisieren / Link: Suchfunktion für Moscheen in Deutschland).

    Der Islam als Religion geht auf Mohammed (570 bis 632 n.Chr.) zurück, der 610 n.Chr. in der Wüste bei Mekka eine Berufung zum Propheten erlebte. Weitere Offenbarungen folgten und wurden später niedergeschrieben, nämlich die Suren des Koran. Mohammed wurde vom Judentum, daneben auch von Christen geprägt, denen er auf Reisen als Händler begegnete. Er lehrte ursprünglich einen strengen Monotheismus: Es gibt nur einen Gott, Allah. Er selbst, Mohammed, wurde als “Warner” gesandt, er hat dazu das Prophetenamt inne. Er kündigte das göttliche Gericht und die Totenauferstehung an. Daraus folgte die Mahnung, ein vor Gott richtiges Leben zu führen, Maßstäbe Mohammeds waren Gerechtigkeit, Ehrlichkeit und Milde. Read the rest of this entry »

    Show On Map | Posted in Allgemein, Islam, Recherche, Religion, geomashup, maps | 1 Comment »

    Pilgerkleidung (islamische)

    January 29th, 2007 by Felix Hardmood Beck

    Der Haddsch (vgl. Blogeintrag vom 24.01.07) beginnt am 8. Dhul al-Hidscha in Mekka mit dem Anziehen zweier weiße, ungesäumte Tücher, die den rituellen Weihezustand beschreiben - im Arabischen spricht man von ihrâm (احرام). Durch die weißen Tücher werden Totentücher symbolisiert.
    Während der Wallfahrt dürfen sich die Pilger weder rasieren, noch kämmen, noch Haare oder Nägel schneiden. Nach Beendigung rasieren sich männliche Pilger oft das Haupthaar und Frauen schneiden sich eine Haarsträhne ab, was den Beginn eines neuen Lebensabschnitts, befreit von früheren Sünden, symbolisiert.

    Quellenangaben:

  • Brockhaus Enzyklopädie
  • Grosses Universal Lexikon
  • Hierzenberger, Gottfried, Der Islam, Marix Verlag, Wiesbaden, 2006
  • Thoraval, Yves, Lexikon der islamischen Kultur, Niko-Verlag, Hamburg, 2006
  • Wikipedia
  • Show On Map | Posted in Allgemein, Islam, Recherche, geomashup | No Comments »

    Das Grab von Jim Morrison (ein Bsp.)

    January 29th, 2007 by Felix Hardmood Beck

    Warum sind wir auf der Suche nach neuer Spiritualität?
    Nachfolgend eine kurze, persönliche Vermutung samt ebensolcher Herleitung.

    Vergleicht man zwei Kulturen, wie die islamische und die europäisch-christliche etwa in Bezug auf Kindererziehung, kommt man schnell zu dem Schluß, daß eine Heranführung an religiöse Sitten und Gebräuche in der europäisch-christlichen Kultur weniger intensiv stattfindet (falls überhaupt), als in der islamischen Kultur. Während gläubige Muslime ihren Kindern die Gesetze des Korans vorleben, der aus islamischer Sicht eine Antwort auf den Sinn des Lebens bietet, nimmt die nächste Generation die Glaubenswerte automatisch auf. Der Glaube an den Koran nimmt den Lebenssinn ein.
    Im europäisch-christlichen Umfeld erfolgt eine eher liberale Erziehung, die den Lebenssinn meist außen vorläßt und dem Sprößling diese spirituelle Suche überläßt. Menschen benutzen und brauchen jedoch seit jeher Spiritualität – sie gehört zum Leben und gibt letztendlich den Lebenssinn (oder hilft zumindest bei der Suche danach). Verfolgt man das Heranwachsen eines Jugendlichen kann man eine (erstmalige) Suche nach Bedeutung im Leben und Zielen prognostizieren, die gefolgt sein könnte von einer neuen Verehrung, die im Leben den der Religion einnimmt: die Suche um spirituellen Beistand, Erlangen von Seelenfrieden, Buße für vergangene Sünden, Lobpreisung, Anbetung des Ortes oder nicht zuletzt von materiellem Nutzen und Wohlstand. Typenabhängig kann das durchaus in der Kirche, aber genauso gut auch auf einem Punkrock-Festival gefunden werden. Theoretisch führte dies im europäisch-christlichen Umfeld zu einem Verlust von Religion und im Gegenzug zu einem breiten Feld von unterschiedlichster Spiritualität (u.a. die Verehrung des Grabes von Jim Morrison / 48° 51′ 33,8″ N, 2° 23′ 37,2″ O).

    Grab von Jim Morrison Bildquelle: Wikipedia / höhere Bildauflösung

    Show On Map | Posted in Christentum, Islam, Recherche, Theorie, geomashup | 1 Comment »

    Haddsch (Begriffserklärung, Wortherkunft …)

    January 24th, 2007 by Felix Hardmood Beck

    bild Bildquelle: Wikipedia

    Der Haddsch (arabisch: حج = Wallfahrt), auch Hadsch, Hadschdsch, Hadjdj, Hajj oder Hagg, ist die Pilgerfahrt nach Mekka und die Teilnahme an den Umzügen um die Ka’aba (Ziel der Wallfahrt ist die >Heilige Moschee< und das siebenmaliges umschreiten der Kaaba gg. den Uhrzeigersinn - man spricht von "Tawaf"), sowie den anderen meist von den vorislam. Arabern übernommenen Zeremonien; diese Pflicht soll von jedem volljährigem Mohammedaner mindestens einmal im Leben unternommen und erfüllt werden. Die erste Pilgerfahrt nach Mekka und das religiöse Ritual des Umrundens der Kaaba fand 629 n.Chr. durch Muhammad (Mohammed, islamischer Prophet) und 2000 seiner Gefolgsleute statt. Mohammeds letzte Wallfahrt, in der er bis in die letzten Einzelheiten die einzelnen Regeln festlegte, fand 632 statt. Entscheidend dafür ob die Pilgerfahrt zur Pflicht wird, sind unter anderem seine finanziellen und gesundheitlichen Lebensumstände (vgl. Sure 2, 197-201). Auch gibt es die sogenannte >kleine Wallfahrt< (arab. Umra), die zu jeder Zeit vollzogen werden kann. Der Beginn der Haddsch erfolgt immer nach Beendigung des Fastenmonats, dem 10. Monat des islamischen Kalenders. Die Einschränkung der ritualrechtlichten Pflicht der Pilgerfahrt ist in Sure 3, Vers 97 begründet: „…und die Menschen sind Gott gegenüber verpflichtet, die Wallfahrt nach dem Haus zu machen – soweit sie dazu eine Möglichkeit finden.“ Der Pilger kann sich dabei unter Übernahme der Kosten vertreten lassen. Der Haddsch zählt zu den fünf Säulen des Islam (Die Wallfahrt nach Mekka beschreibt dabei die fünfte Säule) und findet jährlich während des Monats Dhu al-hijja statt. Der Koran geht davon aus, dass Abraham und Ismael die Kaaba gebaut, bzw. für die moonotheistische Gottesverehrung gereinigt haben. Im Zentrum der Pilgerreise steht daher auch der Eingottglaube (Monotheismus) und die überwältigende Erfahrung der Umma durch das Zusammenströmen von Millionen von Muslimen aus deer ganzen Welt.

    Zur Wortherkunft ergänzt Wikipedia folgendes: Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist das maskuline arabische Wort Haddsch mit dem hebräischen Wort חג (Chag „Fest“) verwandt, das im biblischen Kontext für die drei jüdischen Wallfahrtsfeste Pessach, Schawuot und Sukkot verwendet wird. In gleicher Bedeutung existiert die Wurzel auch im Aramäischen und seinen späteren Ausläufern.

    Der Haddschi ( arabisch: حاجي, eingedeutscht: „Hadschi“, „Hadji“ oder „Hajji“) (Frage: oder auch die (???) gilt für m und w gleich ???) Ein Ehrentitel für Mekkapilger oder auch der schiitische Kerbela- und der christliche Jerusalempilger (!). Häufig auch losgelöst von einer religiösen Ehrbekundung verwendet wird (z.B. als Familienname). Die Rückkehr erfolgt frühestens am dritten Tag des Opferfestes. Zum Anlaß ihrer Rückkehr werden die Häuser mit bunten Lichtern geschmückt. Die Gratulanten werden mit Gebetskettchen beschenkt, mit Datteln bewirtet und einem Schluck Wasser der heiligen Quelle Zamzam aus Mekka.

    Quellenangaben:

  • Brockhaus Enzyklopädie
  • Grosses Universal Lexikon
  • Hierzenberger, Gottfried, Der Islam, Marix Verlag, Wiesbaden, 2006
  • Thoraval, Yves, Lexikon der islamischen Kultur, Niko-Verlag, Hamburg, 2006
  • Wikipedia
  • ZDF Spezial - Wallfahrt nach Mekka (Link vom 30. Januar 2007)
  • Show On Map | Posted in Allgemein, Islam, Recherche, geomashup | 1 Comment »

    Spanien zur Zeit der Reconquista

    January 23rd, 2007 by Felix Hardmood Beck

    bild
    Bild-Quelle: Wikipedia

    Bis zum Jahr 711 besiedelten die Westgoten die iberische Halbinsel (Einwanderung aus Aquitanien) und wurden bei der Schlacht bei Guadalete von maurischen Kämpfern besiegt. Nachfolgende, ständige Bürgerkriege schwächten das Westgotenreich und innerhalb eines 8 jährigen Feldzuges geriet Spanien unter die Statthalterschaft des Kalifen von Damaskus. Die islamischen Kämpfer (Mauren = spanische Muslime) konnten in den folgenden Jahren die Iberische Halbinsel fast zur Gänze erobern und bis Südfrankreich vordringen (vgl: Wikipedia/islamische-Expansion).
    Beim Versuch einer Pyrenäenüberquerung wurden sie in der Schlacht von Tours und Poitiers 732 zurückgeschlagen, konnten aber trotzdem noch bis ins 10. Jahrhundert in Südfrankreich operieren. Nur im äußersten Norden und an einigen christlichen Randgebieten des heutigen Spaniens hielten sich auch weiterhin gotische Truppen – dort blieben gotische Traditionen (Wikipedia Link: Gotische Religion) ähnlich dem Sufismus (islamische Mystik) im Islam dementsprechend noch länger bestehen und beeinflußten maßgeblich die dortige Kultur und vermischten sich im Laufe der Jahrhunderte mit denen der Christen. Eine kulturelle Identität und die traditionelle Stammesgesellschaft wurde bis ins Hochmittelalter von den Basken erhalten, wo sie nur unvollständig in eine Feudalstruktur überging. In der postfeudalen Übergangszeit festigten die Basken ihre mittelalterlichen Gewohnheitsrechte. Städte und Städtebrüderschaften waren nur dem König Untertan.

    Die Periode der islamischen Eroberung ist zumindest am Anfang bekannt für gegenseitige Toleranz und Akzeptanz, die Christen, Juden und Muslime einander entgegenbrachten. In den von den Arabern besetzen Gebieten verhielten sich diese der Religion gegenüber wiefolgt: solange es nicht „Heiden“ betraf, konnten Anhänger der Buchreligionen – also insbesondere Christen, Juden und Zoroastrier ihren Glauben behalten, mussten aber eine spezielle Kopfsteuer (Jizya) entrichten. Die Religion durfte jedoch nicht in der Öffentlichkeit ausgeübt werden. Es durften keine Waffen getragen werden und wurde auch nicht zum Wehrdienst einberufen (Anmerkung: Was in den Bürgerkriegsjahren vielleicht auch nicht unbedingt von Nachteil sein mußte). Dieser Status wird als Dhimma bezeichnet. Erst später kam es zu größeren Ausschreitungen von Seiten der Moslems (Quelle: Wikipedia). Ob dies die Reaktionen auf die Kreuzzüge waren kann ich nicht beurteilen, legen es aber nahe (?).

    Der Sieg Pelayos in der Schlacht von Covadonga über die Muslime 722 n. Chr. führte zur Begründung des Königreiches von Asturien, das unter Alfons III. (866-910) seine Grenzen erheblich erweitern kann ( Quelle: Paschke, Uwe K. (Herausg.), 30000 Jahre Weltgeschichte, Band 1, Baden-Baden/S.247 f. ). Ausgehend vom in der obigen Karte eingezeichneten Gebiet begann die Reconquista, die „Rückeroberung“. Eine (bisher kaum christliche) Wiedereroberung wird systematisch von den Königreichen Asturien-León, Navarra, Aragon, Katalonien und Kastilien vorangetrieben. Einen religiösen Hintergrund bekommt die Rückeroberung erst im 12.Jahrhundert durch die Kreuzzüge (vgl. Blogeintrag vom 15.01.07). Bis ins 12.Jahrhundert folgen erbitterte Kämpfe und Gebietsansprüche bei denen die Städte Toledo (1085-durch Alfons I (1072-1109)), Zaragoza (1118), Córdoba (1236), Murcia (1241-durch Jakob I, den Eroberer (1213-1276)), Sevilla (1248). Ein kleiner muslimischer Reststaat hält sich für weitere zwei Jahrhunderte in Granada. Erst 1492 mit der Kapitulation von Muhammad XII., dem Sultan von Granada, fand die Reconquista und das andalusische Kalifat ihr Ende und bedeutete aus heutiger Sicht eine gleichzeitige starke Schwächung der jüdischen und arabischen Minderheiten der Morriscos (=christlich gewordene Mauren) und der Mudejars (=Muslime unter christlicher Herrschaft).

    Heute leben unter den 40 Millionen Einwohnern Spaniens gerade noch 120.000 Muslime (0,3 Prozent) -> vgl. Wikipedia: Spaniens Bevölkerung.

    Quellenangaben:

  • Hierzenberger, Gottfried, Der Islam, Marix-Verlag, Wiesbaden, 2006
  • pantheon.org - Internet Enzyklopädie zur Mythologie, Folklore und Religion
  • Paschke, Uwe K. (Herausg.), 30000 Jahre Weltgeschichte, Band 1, Baden-Baden/S.247 f.
  • Wikipedia
  • Show On Map | Posted in Allgemein, Christentum, Historie, Islam, Jakobsweg, Recherche, geomashup, maps | No Comments »

    “Muslimische Pilgerreise” in der Tagespresse

    January 17th, 2007 by Felix Hardmood Beck

    Bei der Internet-Recherche zum Thema muslimische Pilgerreise bin ich in den Archiven der Tagespresse auf folgende Artikel gestossen. Interessante Schlagworte sind unterstrichen. Dieser Blogeintrag wird in Zukunft mit weiteren Artikeln aktualisiert (letzter Stand: 03.02.07): Read the rest of this entry »

    Show On Map | Posted in Islam, Recherche, geomashup | No Comments »