Jakobsmuschel – Darstellungsformen

Februar 3rd, 2007 by Felix Hardmood Beck


Bildquelle: flickr von freechat

Die Jakobsmuschel als Pilgerzeichen wird u.a. beschrieben im Blogeintrag vom 29.Januar 2007 über Christliche Pilgerkleidung. Die Muschel wird über den gesamten Jakobsweg in ihren unterschiedlichen Formen als Wegeleitsystem eingesetzt.

Bildquelle: flickr von Alessandro Pucci


Show On Map | Posted in Allgemein, Jakobsweg, geomashup | No Comments »

Rezensionen zu Kerkelings Buch

Februar 3rd, 2007 by Felix Hardmood Beck

REZENSION AUS „STERNENWEG“ – MITGLIEDSZEITSCHRIFT DER
DEUTSCHEN ST. JAKOBUS-GESELLSCHAFT e.V., Nr. 38, September 2006

H.K. Bahnen schreibt: “Liegt der Verkaufserfolg des Buches – abgesehen von der Prominenz des Autors und der gezielten Werbung in Presse, Rundfunk und Fernsehen – vielleicht auch an allem, was Kerkeling nicht tut? Er bereitet sich nicht gründlich vor, trainiert nicht wochenlang das Gehen mit Rucksack, liest nicht alle gängige Camino-Literatur. Er geht nicht jeden Kilometer zu Fuß und geniert sich nicht, dann und wann ein öffentliches Verkehrsmittel zu benutzen. Er kehrt i.d.R. nicht in den Herbergen ein. Er verhehlt nicht seinen ausgeprägten, m.E. überzogenen Sinn für Sauberkeit und Hygiene. Er strickt nicht an neuen esoterischen Maschen. Seine Fotos sind nicht “schön“, und er scheut sich nicht, Aufnahmen mit seiner Billigkamera als Illustration ins Buch zu bringen. Er denkt beim Gehen nicht ans künftige Buch und schreibt nicht schon unterwegs daran (erst Jahre später veröffentlicht er seine Erfahrungen). Er bedient nicht das Klischee vom Komiker, sondern überrascht durch Ernsthaftigkeit und Tiefgang. Was er wohl tut: Er schreibt unterhaltsam, ist ehrlich, beobachtet und skizziert seine Mitmenschen genau, sucht Gott und findet ihn. Wer nicht sosehr am „wahren Jakob“, wohl aber an einem lebendigen Bericht und am sensiblen Umgang mit sich und anderen interessiert ist, wird im Pilger Kerkeling einen zeitgenössischen Weggefährten finden. Vor dem Aufbruch erhielt er seinen Pilgerpass (Credencial) von unserer Geschäftsstelle. Nach Erscheinen des Buches hat er seine Erlebnisse auch auf drei Hörbüchern geschildert.” Read the rest of this entry »

Show On Map | Posted in Allgemein, Jakobsweg, geomashup | No Comments »

Pilgerstatistik 2004

Februar 3rd, 2007 by Felix Hardmood Beck

Das Pilgerbüro in Santiago übermittelte für das Heilige Jahr 2004 folgende Daten (Quelle: Deutsche Jakobusgesellschaft):

Annähernd 180.000 Pilger wurden 2004 in Santiago de Compostela, der Hauptstadt von Galicien im Nordwesten Spaniens, registriert, die mindestens 100 km zu Fuß oder 200 km per Fahrrad auf den traditionellen Wegen der Jakobspilger zurückgelegt hatten. Vor zwanzig Jahren waren es erst rd. 2.500, vor 10 Jahren knapp 20.000. Gewiss, das Jahr 2004 war ein besonderes, ein “Heiliges Jahr“, weil der 25. Juli, der Festtag des Apostels St. Jakobus, auf einen Sonntag fiel. Ein solches Jahr steigert natürlich die Zahl der Pilger, die aber im “normalen“ Jahr 2003 schon knapp 75.000 betrug und 2005 auf 93.924 anstieg (Pilgerstatistik 2005 als pdf-Datei, Statistik 2004 als pdf-Datei).

bild 01
Read the rest of this entry »

Show On Map | Posted in Allgemein, Jakobsweg, Recherche, geomashup | No Comments »

Recherche (Mittelalter & Christentum)

Februar 3rd, 2007 by Felix Hardmood Beck

Quelle (Link vom 03.02.07): SWR Schulfernsehen – Sendereihe: 2000 Jahre Christentum (folgende Folgen:)

  • Folge: Heilige und Dämonen – Das Christentum am Ende der Gewissheit
  • Folge: Allein der Glaube – Zukunft durch Rückkehr
  • Folge: Kreuz und Schwert – Das Christentum wird Christenheit
    1. Der Glaube an Gott als zentrale Lebensauffassung

    Eine Pilgerreise, einmal im Leben zu einer heiligen Stätte oder einem Wallfahrtsort unternommen, spiegelte die Vorstellung der Menschen im Mittelalter wieder, sich auf einer Reise zu befinden, bei der das diesseitige irdische Leben nur Übergangs- und Durchgangsstadium in ein besseres Leben im Jenseits war. Taten der Buße und gute Werke bereiteten dabei auf das Leben im Jenseits vor. Read the rest of this entry »

    Show On Map | Posted in Christentum, Historie, Jakobsweg, Recherche, Religion, geomashup | No Comments »

    Das Christentum (grundsätzliches)

    Februar 1st, 2007 by Felix Hardmood Beck

    Das Christentum ist mit über zwei Milliarden Anhängern die zahlenmäßig bedeutendste Weltreligion. Es wird geschätzt, dass ungefähr ein Drittel aller Menschen auf der Welt einer der christlichen Kirchen angehören. (Diese Zahlen beruhen jedoch nur auf Schätzungen, da die Definitionen, wer als Christ mitzuzählen sei und wer nicht, auseinandergehen. Die meisten staatlichen Statistiken werden auf Selbstbezeichnungen der einzelnen Staatsbürger oder Hochrechnungen zurückzuführen sein.)

    Nachfolgender Text entstammt dem Lexikon d. Religion (Hartwig Weber, Nikol-Verlag, Hamburg, 2006) und ist mit Querverweisen, Bildern und Kommentaren versehen worden: Read the rest of this entry »

    Show On Map | Posted in Allgemein, Christentum, Jakobsweg, Recherche, Religion, geomashup | No Comments »

    Spanien zur Zeit der Reconquista

    Januar 23rd, 2007 by Felix Hardmood Beck

    bild
    Bild-Quelle: Wikipedia

    Bis zum Jahr 711 besiedelten die Westgoten die iberische Halbinsel (Einwanderung aus Aquitanien) und wurden bei der Schlacht bei Guadalete von maurischen Kämpfern besiegt. Nachfolgende, ständige Bürgerkriege schwächten das Westgotenreich und innerhalb eines 8 jährigen Feldzuges geriet Spanien unter die Statthalterschaft des Kalifen von Damaskus. Die islamischen Kämpfer (Mauren = spanische Muslime) konnten in den folgenden Jahren die Iberische Halbinsel fast zur Gänze erobern und bis Südfrankreich vordringen (vgl: Wikipedia/islamische-Expansion).
    Beim Versuch einer Pyrenäenüberquerung wurden sie in der Schlacht von Tours und Poitiers 732 zurückgeschlagen, konnten aber trotzdem noch bis ins 10. Jahrhundert in Südfrankreich operieren. Nur im äußersten Norden und an einigen christlichen Randgebieten des heutigen Spaniens hielten sich auch weiterhin gotische Truppen – dort blieben gotische Traditionen (Wikipedia Link: Gotische Religion) ähnlich dem Sufismus (islamische Mystik) im Islam dementsprechend noch länger bestehen und beeinflußten maßgeblich die dortige Kultur und vermischten sich im Laufe der Jahrhunderte mit denen der Christen. Eine kulturelle Identität und die traditionelle Stammesgesellschaft wurde bis ins Hochmittelalter von den Basken erhalten, wo sie nur unvollständig in eine Feudalstruktur überging. In der postfeudalen Übergangszeit festigten die Basken ihre mittelalterlichen Gewohnheitsrechte. Städte und Städtebrüderschaften waren nur dem König Untertan.

    Die Periode der islamischen Eroberung ist zumindest am Anfang bekannt für gegenseitige Toleranz und Akzeptanz, die Christen, Juden und Muslime einander entgegenbrachten. In den von den Arabern besetzen Gebieten verhielten sich diese der Religion gegenüber wiefolgt: solange es nicht „Heiden“ betraf, konnten Anhänger der Buchreligionen – also insbesondere Christen, Juden und Zoroastrier ihren Glauben behalten, mussten aber eine spezielle Kopfsteuer (Jizya) entrichten. Die Religion durfte jedoch nicht in der Öffentlichkeit ausgeübt werden. Es durften keine Waffen getragen werden und wurde auch nicht zum Wehrdienst einberufen (Anmerkung: Was in den Bürgerkriegsjahren vielleicht auch nicht unbedingt von Nachteil sein mußte). Dieser Status wird als Dhimma bezeichnet. Erst später kam es zu größeren Ausschreitungen von Seiten der Moslems (Quelle: Wikipedia). Ob dies die Reaktionen auf die Kreuzzüge waren kann ich nicht beurteilen, legen es aber nahe (?).

    Der Sieg Pelayos in der Schlacht von Covadonga über die Muslime 722 n. Chr. führte zur Begründung des Königreiches von Asturien, das unter Alfons III. (866-910) seine Grenzen erheblich erweitern kann ( Quelle: Paschke, Uwe K. (Herausg.), 30000 Jahre Weltgeschichte, Band 1, Baden-Baden/S.247 f. ). Ausgehend vom in der obigen Karte eingezeichneten Gebiet begann die Reconquista, die „Rückeroberung“. Eine (bisher kaum christliche) Wiedereroberung wird systematisch von den Königreichen Asturien-León, Navarra, Aragon, Katalonien und Kastilien vorangetrieben. Einen religiösen Hintergrund bekommt die Rückeroberung erst im 12.Jahrhundert durch die Kreuzzüge (vgl. Blogeintrag vom 15.01.07). Bis ins 12.Jahrhundert folgen erbitterte Kämpfe und Gebietsansprüche bei denen die Städte Toledo (1085-durch Alfons I (1072-1109)), Zaragoza (1118), Córdoba (1236), Murcia (1241-durch Jakob I, den Eroberer (1213-1276)), Sevilla (1248). Ein kleiner muslimischer Reststaat hält sich für weitere zwei Jahrhunderte in Granada. Erst 1492 mit der Kapitulation von Muhammad XII., dem Sultan von Granada, fand die Reconquista und das andalusische Kalifat ihr Ende und bedeutete aus heutiger Sicht eine gleichzeitige starke Schwächung der jüdischen und arabischen Minderheiten der Morriscos (=christlich gewordene Mauren) und der Mudejars (=Muslime unter christlicher Herrschaft).

    Heute leben unter den 40 Millionen Einwohnern Spaniens gerade noch 120.000 Muslime (0,3 Prozent) -> vgl. Wikipedia: Spaniens Bevölkerung.

    Quellenangaben:

  • Hierzenberger, Gottfried, Der Islam, Marix-Verlag, Wiesbaden, 2006
  • pantheon.org – Internet Enzyklopädie zur Mythologie, Folklore und Religion
  • Paschke, Uwe K. (Herausg.), 30000 Jahre Weltgeschichte, Band 1, Baden-Baden/S.247 f.
  • Wikipedia
  • Show On Map | Posted in Allgemein, Christentum, Historie, Islam, Jakobsweg, Recherche, geomashup, maps | No Comments »

    Christliche Kreuzzüge

    Januar 15th, 2007 by Felix Hardmood Beck

    Die Kreuzzüge als “heilige Kriege” des christlichen Abendlandes.
    Wie sah es zur dieser Zeit (Ende 11 Jhrdt – Ende 13.Jhrdt) aus?
    Eine Zusammenfassung:

    Pilgerreisen in den Nahen Osten (Lebens- und Wirkungsstätte Jesu) waren seit dem ausgehenden Altertum ein Brauch, der vorerst von den Arabern durch Zahlungen von Abgaben gestattet wurde. Die Ausbreitung der Seldschuken erschwerte die Pilgerfahrten und brachte diese letztendlich zum Erliegen. Es folgte ein Aufruf zur Befreiung des “heiligen Grabes” und die Förderung samt finanzielle Unterstützung der Kirche für alle kriegerischen Unternehmen gegen Ungläubige: Ketzer, Heiden, Andersgläubige. Die Finanzierung der Kriegszüge zur Befreiung der heiligen Stätten in Palästina von islamischer Herrschaft steigerte dabei enorm das Ansehen des Papsttums. Tendenzen und Strömungen der Zeit fallen zusammen: gesteigerte Religiösität, Frömmigkeit des Rittertums (ritterliches Ideal beinhaltet den Kampf für die Kirche und den Glauben), Strömungen der Cluniazensischen Reformbewegung, Abenteuerlust, Hoffnung auf materiellen Gewinn, Erlang des Ablasses der Sünden (“Generalabsoultion als Versprechen des Papstes für Grausamkeiten gegen Ungläubige. Der Eifer seiner Prediger brachten 20.000 Bauern und Arbeiter dazu, nach Konstantinopel aufzubrechen und schon auf dem Weg dahin jüdische Gemeinden niederzumetzeln” Quelle: Target, George, Der grosse Atlas der heiligen Stätten, Orbis Verlag, München, 2000).

    Es folgen 7 Kreuzzüge: Read the rest of this entry »

    Show On Map | Posted in Historie, Jakobsweg, Recherche, geomashup | 1 Comment »

    Statistik: Pilgerwanderungen nach Santiago (2005)

    Januar 11th, 2007 by Felix Hardmood Beck

    Während des Jahres 2005 kamen im Pilgerbüro 93.924 Pilger an. In der selben Zeit im Jahr 2004 (Heiliges Jahr) betrug die Anzahl der Pilger 179.944. Von diesen Pilgern waren 55.706 männlich (59,3%) und 38.218 weiblich (40,7%). Zu Fuss kamen 76.674 (81,63%) an, mit dem Fahrrad 16.985 (18,08%) und mit dem Pferd 242 (0,26 %), ausserdem 23 Pilger im Rollstuhl (0,02%).

    Alter der Pilger
    Unter 18 Jahren sind 9.858 (10,49%), zwischen 19 und 35 Jahren sind 32.666 (34,78%);
    Zwischen 36 und 60 sind 40.987 (43,64%) und älter als 60 Jahre sind 10.413 Pilger (11,09%).

    Beweggründe der Pilger
    Religiös 35.456 37,75% 90,96%
    Religiös-kulturell 49.977 53,21%
    Kulturell 8.491 9,04% 9,04%

    Nationalitäten der Pilger
    Spanier: 52.881 (43,70%); die Mehrheit der Pilger kommen aus der Provinz Madrid, 9.355 (9,96%), Katalunien, 7.718 (8,22%), Andalusien, 6.439 (6,86%), Valencia 6.480 (6,90%), Baskenland 4.569 (4,86%), Kastilien und León, 3.967 (4,22%), Galizien 3.673 (3,91%), Kastilien Mancha 1.834 (1,95%), Extremadura, 1.435 (1,53%), dann folgen die Provinzen Murcia, Aragon, Asturias, Navarra, Canarias usw.…
    Ausländer: 41.043 (56,30%); die Länder mit der höchsten Anzahl an Pilgern sind Italien, 7.430 (18,10%), gefolgt von Deutschland, 7.155 (17,43%), Frankreich, 5.909 (14,39 %), Portugal, 2.574 (6,27%), den Vereinigten Staaten, 2.047 (4,98%), Holland, 1.610 (3,92%), dem Vereinigten Königreich, 1.512 (3,68%) Österreich, 1.470 (3,48 %), der Schweiz, 726 (1,76%) und Kanada und andere bis zu 106 verschiedene Länder.

    Berufe der Pilger
    Die Gruppe der am meisten ambitioniertesten Pilger wird von den Studenten und Schülern gebildet mit 18.827 Pilgern (20,04%), gefolgt von den Angestellten mit 16.552 (17,62%), den Technikern mit 11.592 (12,34%), den selbstständigen Berufe mit 11.153 (11,87%), den Rentnern mit 10.389 (11,06%) und den Beamten mit 5.029 (5,35%) .

    Ausgangspunkt
    Der Grossteil der Pilger, die im Jahr 2005 ankammen, begann seinen Weg in Sarria mit 14.851 (15,81%), in Saint Jean Pied de Port, mit 9.851 Pilgern (10,48%), in Roncesvalles mit 9.230 (9,82%), in O Cebreiro mit 7.434 (7,91%), in León mit 6.677 (7,10%), in Ponferrada mit 5.985 (6,37%), Astorga mit 4.303 (4,58%), dann folgen Pamplona, Burgos,Tui, usw…..

    Gegangene Wege
    Der Weg, der von den Pilgern am meisten gegangen wurde ist der Camino Francés mit 79.396 Pilgern (84,53%), der Camino Portugues wurde von 5.508 (5,86%) Pilgern gewählt, gefolgt vom Camino del Norte mit 3.984 (4,24%), der Vía de la Plata mit 3.140 (3,34%) und dem Camino Primitivo mit 1.028 (1,09 %) Pilgern.

    Quelle: www.jakobus-gesellschaften.de

    Show On Map | Posted in Allgemein, Jakobsweg, Recherche, geomashup | No Comments »

    Next Entries »