Galvanisieren

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“Galvanisieren” ist ein Verfahren, bei dem mittels Strom in einem Bad Metallteile abgeschieden werden, die dort gelöst sind. Diese lagern sich dann auf dem Teil nieder, das den elektrischen Gegenpol bildet. Im Prinzip handelt es sich um eine Form der Elektrolyse. In einer chemischen Lösung ist eine Metallverbindung gelöst, die mittels Elektrolyse aufgespaltet wird und wo sich das darin gelöste Metall dann auf einen elektrisch leitenden Gegenstand im Bad niederschlägt.So werden beispielsweise Werkzeuge durch Vernickeln gegen Verrostung geschützt. Die Schere ist ein Beispiel hierfür. Das Prinzip ist stets das gleiche: Ein Metall, bzw. ein elektrisch leitfähig gemachter Gegenstand, wird mit einer dünnen Schicht eines anderen Metalls überzogen. Die Oberfläche wird “veredelt”. Deshalb spricht man häufig im Zusammenhang mit der Galvanisierung auch von einer Oberflächenveredlung.
Zusammenfassend und vereinfacht kann man sagen, dass man unter Galvanisieren das Überziehen eines Metallstückes mit einer dünnen Schicht eines anderen Metalls mit Hilfe des elektrischen Stroms versteht.
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Mittels Tampon-Galvanisierung wird das Elektrolyt mittels eines Schwammes unter Spannung aufgetragen.Dieses Verfahren wendet man bei großen Objekten an oder auch bei Objekten, die nur teilweise galvanisiert werden sollen.
Mit der Tauchbad-Galvanisierung wird das komplette Objekt in ein Tauchbad gegeben und in diesem galvanisiert. Im Hobbybereich eignet sich dieses Verfahren nur für relativ kleine Gegenstände, bis in etwa zur Größe eines Babyschuhs.
6 Arbeitsschritten.
Schritt 1: Säubern
Der zu galvanisierende Gegenstand bildet die Kathode und sollte absolut sauber sein. Ist der Gegenstand aus Metall so sollte dieser gründlichst mit Metallputzmittel gereinigt werden.
Schritt 2: Entfetten
Entweder Spüli oder auch Spiritus kommen jetzt zum Einsatz. Der zu galvanisierende Gegenstand muss absolut fettfrei sein.
Schritt 3: Spülen und Trocknen.
Der zu galvanisierende Gegenstand sollte gründlichst gespült und getrocknet werden. So werden eventuelle Reste vom Säubern und Entfetten entfernt.
Schritt 4: Elektrisch leitfähig machen
Wenn der zu galvanisierende Gegenstand nicht elektrisch leitfähig ist, so muss dieser mit Silberleitlack versehen werden. Diesen trägt man ganz fein mit einem Pinsel auf. Möglich ist auch ein Sprühverfahren mittels Sprühdose.
Schritt 5.1: Galvanisieren im Tauchbad
Der zu galvanisierende Gegenstand wird als Kathode an den Minuspol der Spannungsquelle angeschlossen. An den Pluspol wird die Anode angeschlossen. Beim Verkupfern ist dies eine Kupferplatte und beim Vernickeln entsprechend eine Nickelplatte. Bei der Vergoldung und Versilberung verwendet man eine Edelstahlplatte. Im Gegensatz zur Kupfer- und Nickelplatte erschöpft sich nach einer gewissen Zeit bei der Verwendung der Edelstahlplatte das Elektrolyt.
Der zu galvanisierende Gegenstand wird nun in das Elektrolytbad eingetaucht, die Galvanisierung kann beginnen. Bitte auch die Rubrik “Tipps + Tricks” hierfür beachten.
Die einzustellende Spannung ergibt sich dabei wie folgt:
Elektrolyt = Kupfer: 1 – 3 Volt
Elektrolyt = Nickel: 2 – 4 Volt
Elektrolyt = Gold: 2 – 3 Volt
Elektrolyt = Silber: 1 – 3 Volt
Schritt 5.2: Galvanisieren im Tamponverfahren
Dieses Verfahren bietet sich für große Gegenstände, für die Teilgalvanisierung und auch für die Vergoldung an, da hier der Verbrauch an wertvollem Material am geringsten ist.
Zunächst einmal muss man das richtige Schwämmchen wählen und dann mit Wasser weich machen. So nimmt man das gelbe Schwämmchen führ Gold und das rote Schwämmchen für Silber. Dieses wird dann auf dem Galvanisierungskopf des Handgalvanisierers eingehängt.
Der zu galvanisierende Gegenstand wird mit der Krokodilklemme am Handgalvanisierer angeschlossen und das Schwämmchen wird in das entsprechende Elektrolyt getaucht. Anschließend bewegt man das Schwämmchen mit leichtem Druck über den zu galvanisierenden Gegenstand. Dabei daran denken, dass hier ein elektrochemisches Verfahren zum Einsatz kommt: Es muss ein gleichmäßiger Stromfluss stattfinden, also nicht verkannten oder ruckeln. Galvanisieren braucht seine Zeit. Zwischendurch sollte man das Schwämmchen immer mal wieder in das Elektrolyt tauchen.Das Prinzip dabei ist einfach. Beim Tampon-Galvanisieren wir das Elektrolyt, in dem die abzuscheidenden Metall-Partikel gelöst sind, mittels einem Schwämmchen (dem Tampon) auf das zu behandelnde Objekt aufgebraucht. Dabei ist das behandelnde Teil mit dem Minuspol der Spannungsquelle verbunden (Kathode) und der Galvanisierungskopf wird mit dem Pluspol verbunden (Anode).
Schritt 6 Nachbehandlung: Erst Seifenlauge dann Wasser
Nach der Galvanisierung sollte das Objekt erst mit Seifenlauge und dann mit Wasser gründlich gespült werden. Danach ordentlich trocknen und weiter behandeln. Man kann nun den Gegenstand mit Watte polieren, lackieren etc.