iRauch – Highway to Heaven / 2006

iRauch – Ein Weihrauchobjekt
Semesterprojekt in der Digitalen Klasse, UdK, Thema Sacral Design

Das sich “neue Medien” verändern und mit Ihnen deren Nutzung ist weitläufig bekannt. Jeder findet seinen eigenen “Vorteil aus solch einer Veränderung. Die katholische Kirche nutzt im globalen Zeitalter die neuen Medien um per live-Fernsehübertragung einen gültigen Segen “Urbi et Orbi” um die Welt zu schicken und somit eine größere Zielgruppe zu erreichen. Abwesende Menschen bekommen die Möglichkeit am Ort des Geschehens zu sein.

Die Benutzung von Weihrauch, einem getrockneten Baumharz aus Südarabien, kann geschichtlich etwa 7000 Jahre zurückverfolgt werden. Ursprünglich in orientalischen Kulten als Rauchopfer zur Ehrung der Götter oder zu reinigenden, bzw. desinfizierenden Zwecken sahen die Menschen im “göttlichen Wohlgeruch” eine Form der Offenbarung – ein Zeichen göttlicher Nähe. Nach Psalm 141 bezeichnet Weihrauch die zu Gott aufsteigenden Gebete der Gläubigen. Die katholische Liturgie macht mit der Weihrauchverwendung zudem deutlich, dass der Mensch eine Geist-Leib-Seele-Einheit ist. Der Gottesdienst ist ein Gottesdienst für alle Sinne, auch für das Auge und den Geruchssinn. Weil Gottes Wort in Jesus Christus Mensch geworden ist (Inkarnation – lat. Fleischwerdung), muss sich auch der Gottesdienst leiblich ausdrücken (inkarnatorisches Prinzip). Weihrauch gilt daher auch als ein Zeichen der Gegenwart Gottes (2 Kor 2,14).


Zusammenbau der LED-Matrix.



Prototyp mit integriertem Lötkolben.

Das Weihrauchobjekt “iRauch” gibt dem Gläubigen eine mediale Zugangsmöglichkeit in die christlichen Liturgie. Während auf einem, per USB angeschlossenem Computer sakrale Inhalte, wie etwa ein Gottesdienst, wiedergegeben werden, empfängt das iRauch-Objekt frühzeitig ein Signal zur Erhitzung einer Verdampfungsflüche. Die zum Verdampfen von Weihrauch benötigte Temperatur wird genau dann erreicht, wenn der liturgisch richtige Zeitpunkt gekommen ist: Während also Teilnehmer eines Gottesdienstes vom wahrhaftigen Geruch umgeben werden, kann der iRauch-Benutzer diesen Duft zeitgleich auch zu Hause und überall auf der Welt empfangen.


Geätzte doppelseitige Platine.


Die iRauch Installation. “666 Zeilen of Code.”

“New Media” changes with time and with time, that’s extensively well-known, their use. Everyone finds its own advantage from such a change. The catholic church uses in the global age of today New Media to send a valid benediction “Urbi et Orbi” around the world and thus to reach a larger group. Absent humans get the possibility at the place of the happening to be.

The use of inscent, a dried tree resin from south Arabia, can be retraced historically about 7000 years. Originally in eastern cults as smoke victims for the honour of the Gods or for cleaning, and/or disinfecting purposes humans in the “heavenly scent of God” saw a form of revealing – an indication of gods proximity. After Psalm 141 incent designates the prayers of the believers ascending to God. The catholic Liturgie makes with the use of incence besides clearly that humans are a spirit-body-soul-unit. The mess is a mess for all senses, also for the eye and the sense of smell. Because Gods word became in Jesus Christ a human being, it must also the service physical express itself. Incence applies therefore also as an indication of the presence of God (2nd Kor 2.14).

The “iRauch”-object (means “iSmoke” or “iNcense”) is an object, which gives a mediale entrance possibility to the Christian Liturgie for the Prayers. While on, by USB attached computer sakrale contents, as for instance a service, are shown, the iRauch object receives promptly a signal for the heating of an evaporation surface. The temperature needed for the evaporation of Weihrauch is exactly reached if the liturgically correct time came: While participants of a service will thus surround by the true smell, the iRauch user knows this smell at the same time also at home receive and everywhere in the world.

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