The GeoCane / 2007

Die Diplomarbeit als Pilgerreise.

Die Pilgerreise ist traditionell die Reise zu einer heiligen Stätte. In vielen Kulturen und Religionen erfüllt sie den Zweck der Suche nach dem Heil (körperlich und/oder seelisch) aber auch die Sehnsucht und Neugier auf Einfachheit, Abenteuer und Improvisation. Ein soziales Ereignis, das zu Begegnungen und Austausch, letztendlich aber immer zu einem Ziel führt. Dieses Ziel kann, neben dem Erreichen eines geografischen Zieles natürlich auch das Erreichen höherer Werte, wie etwa der Erleuchtung oder auch die Ankunft in einer neuen Lebensetappe beschreiben. In diesem Sinne bildet die Diplombearbeitung (m)eine eigene Pilgerreise mit Höhen und Tiefen und dem Erreichen (m)eines Zieles – dem Diplom. Die gesamte Dokumentation zu diesem Projekt gibt es im Diplomblog.

Screenshot Diplom Webseite

Der Weg ist das Ziel und das Ziel der Arbeit ist es die zentralen Aspekte und Werte der Pilgerreise in ein Digitales-Objekt zu übersetzen. Dabei ist eine Neuinterpretation des historischen Pilgerstabes entstanden: Der GeoCane. Dieser weist verschiedene Referenzen zum historischen und derzeitigen Pilgertum, sowie mittelalterliche und aktuelle Methoden der Navigation auf. Durch die Benutzung des Stabes erhält der Benutzer ein neues Verständnis zur historischen Identität des Pilgerns.

Über eine Dockingstation können Zielkkordinaten auf den GeoCane übertragen werden. Der Neopilger läuft los. Während des Weges zeichnet ein integrierter Microchip jede gegangene Wegstrecke auf, sodass man niemals über gleiche (also demnach bereits bekannte) Wege geleitet wird. Eine in Griffhöhe eingelassene Technik verweist durch leichte Vibration, als haptischer Display, auf eine zu gehende Richtung. Der Zielort bleibt dabei unbekannt und von weniger großer Bedeutung als der Weg an sich.

Der GeoCane gibt dem Stadtbewohner die Möglichkeit in einer schnelllebigen Zeit, Raum – im Sinne des Stadtraumes und der Stadtumgebung – bewusster wahrzunehmen. Dabei ist er ein Instrument, dass benutzt werden kann immer neue Wege zu betreten und sich dem Faktor des Unbekannten zu stellen. GeoCane. Let yourself go!

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The Journey is the Reward
Pilgrimage in the traditional sense is the journey to a holy place. In many cultures and religions it serves the purpose of searching for salvation, as well as to calm the longing and curiosity for simplicity, adventure and improvisation – a social happening which leads to encounter and exchange, and finally always to a goal. This goal may not only be in a geographical sense, but may refer to higher values. Such as may be enlightenment or the beginning of a new stage in life.

The goal of this project was to translate the central aspects and values of the pilgrimage into a digital object – a new interpretation of the traditional walking-cane: The GeoCane. This new cane shows various references to the historic and modern pilgrimage, as well as historic and modern forms of navigation. By using the GeoCane, the user receives a new understanding of the historic identity of pilgrimage.

Geographical coordinates for a specific goal are loaded onto the GeoCane through a docking-station. Throughout the Neo-Pilgrimage an integrated microchip traces the chosen path, so that you are never guided on an already known road. By a slight vibration at grasping hight, the cane leads the way for the user. The place of destination remains unknown for the user and is not of such great importance as the path in itself.

In our fast-moving time, GeoCane gives the city dweller the opportunity to perceive space around him in a conscious way. The cane is an instrument which can be used to embrace new paths, as well as the unknown.


Report featuring the GeoCane: www.polylog.tv/videothek.